Airbus-Chef stimmt Belegschaft auf "beträchtliche Bussen" ein

Airbus-Chef Thomas Enders bereitet die Belegschaft des Flugzeug- und Rüstungskonzerns auf empfindliche Strafen wegen Korruption vor. Die laufenden Ermittlungen in Grossbritannien und Frankreich könnten zu "beträchtlichen Bussen" führen, heisst es in einem Brief von Enders an die 130'000 Mitarbeiter, der Reuters am Freitag vorlag.
06.10.2017 19:42

Airbus stünden "turbulente und verwirrende Zeiten" bevor. Der Konzern hatte sich 2016 bei den britischen Behörden selbst angezeigt. Der Verwaltungsrat stehe trotz der drohenden Strafen hinter ihm und dem Chefjuristen John Harrison, schrieb Enders. Er bitte auch die Belegschaft, die Geschäftsleitung und den Verwaltungsrat zu unterstützen.

Zuvor war bekanntgeworden, dass die Staatsanwaltschaft in München kurz vor dem Abschluss von Ermittlungen im Zusammenhang mit schwarzen Kassen bei Airbus steht. Das Verfahren wegen des Verdachts der Untreue richtet sich gegen 16 Beschuldigte, Enders ist nicht darunter. Strafen gegen Unternehmen können deutsche Gerichte aber nicht verhängen.

(AWP)