Airbus liebäugelt mit Aufbau eines Forschungslabors in China

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus will Zukunftstechnologien möglicherweise auch in China entwickeln. "Man kann China nicht ignorieren. Es ist klar, dass wir für Innovation eine Präsenz in China haben müssen", zitiert die "Financial Times" (Dienstag) Airbus-Technikchef Paul Eremenko. "Wir müssen Innovation auf eine andere Weise angehen als bisher, weil sich das Umfeld verändert." Der 37-Jährige, den Airbus von Google abgeworben hatte, will den Takt in Forschung und Entwicklung erhöhen und deutlich schneller zu Ergebnissen kommen. Bisher braucht ein Flugzeugtyp rund sieben Jahre vom Entwurf bis zum ersten Flug.
04.04.2017 08:49

Eine Entscheidung für ein Forschungsvorhaben in China, wo Airbus bereits eine Endmontagelinie für die A320-Mittelstreckenjets betreibt, ist dem Bericht zufolge noch nicht gefallen. Ein solcher Schritt könnte die Spannungen mit der europäischen Belegschaft verstärken, die sich Stellenstreichungen gegenüber sieht. In China hat Airbus der "Financial Times" zufolge mehrere Alternativen: So könnte der Konzern dort ein weiteres Innovations-Labor einrichten, wie Eremenko es bereits im US-amerikanischen Silicon Valley getan hat. Alternativ könnte das Unternehmen in ein Forschungs- und Technologiezentrum investieren oder sich einfach nur mit jungen Start-up-Unternehmen verbünden./stw/das/stb

(AWP)