Aktien Asien: Anhaltend lockere japanische Geldpolitik stützt die Kurse

Die auch künftig extrem lockere japanische Geldpolitik hat Asiens Börsen am Freitag gestützt. Vor allem der japanische Aktienmarkt stabilisierte sich nach den jüngsten Verlusten. Lediglich an Chinas Festlandbörsen setzte sich der moderate Abwärtstrend fort. Der asiatische Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific sank zuletzt um 0,24 Prozent auf 181,09 Punkte.
16.06.2017 10:30

In Tokio schloss der Nikkei-225-Index 0,56 Prozent höher bei 19 943,26 Punkten, womit er sein Wochenminus auf 0,35 Prozent eindämmte. Der japanische Leitindex profitierte von der erwartungsgemässen Entscheidung der Währungshüter, wegen der nach wie vor trüben Lage der Wirtschaft und der schwachen Inflation an ihrer Geldpolitik festzuhalten. Dies drückte auf den Yen-Kurs, was die Ausfuhren des exportabhängigen Inselstaats begünstigt. Die Landeswährung litt zudem unter der Aussicht auf weitere Zinsanhebungen durch die US-Notenbank, was umgekehrt dem Dollar Auftrieb gegeben hatte.

Die Yen-Schwäche kam vor allem den exportstarken Aktien der Elektronikunternehmen und Autobauer zugute. Auch Bankentitel waren gesucht. Der Bieterkampf um die Speicherchipsparte des finanziell angeschlagenen Technologiekonzerns Toshiba liess dessen Aktien um gut eineinhalb Prozent steigen. Der Finanzinvestor Bain wolle für die Sparte rund 2,1 Billionen Yen oder umgerechnet 17 Milliarden Euro auf den Tisch legen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Der Sensex-Index im indischen Mumbai stand zuletzt 0,12 Prozent im Plus bei 31 112,20 Punkten. Der australische ASX-200-Index stabilisierte sich nach den jüngsten Gewinnmitnahmen wieder und schloss 0,19 Prozent höher bei 5774,03 Zählern.

In China fanden die Aktienkurse keine gemeinsame Richtung. Für den CSI-300-Index , der die grössten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen umfasst, ging es um 0,28 Prozent auf 3518,76 Punkte nach unten. Auf Wochensicht büsste er satte 1,61 Prozent ein. Der Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, schaffte hingegen ein Plus am Tage von 0,24 Prozent auf 25 626,49 Zähler./gl/das

(AWP)