Aktien Asien: Konjunkturdaten stützen Chinas Börsen

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Ohne klare Richtung haben sich Asiens wichtigste Aktienmärkte am Dienstag präsentiert. Überdurchschnittliche Kursgewinne verzeichneten dabei die chinesischen Handelsplätze, die von starken Wirtschaftsdaten aus dem Reich der Mitte profitierten. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific stand indes zuletzt 0,14 Prozent tiefer bei 170,58 Punkten.
01.11.2016 10:00

Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der chinesischen Festlandbörsen abbildet, gewann 0,68 Prozent auf 3359,05 Punkte. Der Hang-Seng-Index in Hongkong rückte um 0,93 Prozent auf 23 147,07 Punkte vor und schaffte damit den höchsten Tagesgewinn seit mehr als einer Woche.

Auslöser dafür war die Nachricht, dass sich die Stimmung in Chinas Industrie im Oktober überraschend gebessert habe und den höchsten Stand seit mehr als zwei Jahren verzeichne. Die Indikatoren nähren die Hoffnung auf eine Besserung der chinesischen Wirtschaft, die in den ersten drei Quartalen des Jahren mit 6,7 Prozent so langsam gewachsen war wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Der japanische Leitindex Nikkei-225-Index stieg um 0,10 Prozent auf 17 442,40 Punkte. Marktkenner begründeten den moderaten Aufschwung mit der Meldung, dass die japanische Notenbank (BoJ) ihr Inflationsziel einmal mehr verschoben hat, was den Yen ins Minus beförderte und damit exportorientierte Aktien stützte.

Trotz der extrem lockeren Geldpolitik wird sich die Teuerung in Japan nach Einschätzung der Zentralbank wohl frühestens Ende 2018, aber wahrscheinlich sogar erst Anfang 2019 der angepeilten Marke von zwei Prozent nähern. Zuletzt sanken die Preise in Japan grösstenteils, was unter anderem ein Zeichen für eine schwache Inlandsnachfrage ist.

Unter den Einzelwerten in Tokio zogen erneut die Aktien von Sony die Aufmerksamkeit der Anleger auf sich. Eine hohe Abschreibung beim Verkauf des Batteriegeschäfts hat dem Elektronikkonzern im vergangenen Quartal einen Gewinneinbruch von 85 Prozent eingebrockt. Der Umsatz sank um fast 11 Prozent. Sony-Papiere verloren 0,7 Prozent an Wert.

Sharp-Titel büssten 1,10 Prozent ein, obwohl der unter dem Dach des Apple-Auftragsfertigers Foxconn operierende Hersteller von LCD-Bildschirmen für das laufende Geschäftsjahr erstmals wieder seit Jahren schwarze Zahlen angekündigt hatte.

Für den Sensex-Index im indischen Mumbai ging es zuletzt um 0,34 Prozent auf 28 026,26 Punkte nach oben. Der australische Leitindex ASX 200 sank hingegen um 0,51 Prozent auf 5290,47 Punkte./edh/das

(AWP)