Aktien Asien: Nikkei klettert über 17 000 Punkte - Samsung belastet in Südkorea

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Gestiegene Ölpreise und ein gefallener Yen haben Japans Börse am Dienstag angetrieben. Der Leitindex Nikkei stieg erstmals seit einem Monat wieder über die runde Marke von 17 000 Punkten. Andere asiatische Handelsplätze mussten dagegen Federn lassen - so wie Südkoreas Börse, die unter einem Kursrutsch beim Schwergewicht Samsung litt. Der regionale Auswahlindex Stoxx 600 Asia Pacific bewegt sich mit einem kleinen Plus von 0,21 Prozent auf 167,98 Punkte in Reichweite seines Kursniveaus vom Vortag.
11.10.2016 10:06

In Tokio zeigte sich der Markt nach dem verlängerten Wochenende freundlich. Der Nikkei-225-Index stieg um 0,98 Prozent auf 17 024,76 Punkte. Zuletzt hatte der Leitindex Anfang September auf diesem Niveau gestanden, bevor er bis unter 16 300 Punkte zurückfiel.

Ölwerte wie die 3,2 Prozent festeren Aktien der Inpex Corp profitierten von der Bereitschaft Russlands zu Förderkürzungen, die dem Ölpreis deutlichen Auftrieb verlieh. Am japanischen Markt kam ausserdem eine Aussage des Notenbank-Gouverneurs Haruhiko Kuroda gut an, der in einem Interview eine weiterhin expansive Geldpolitik in Aussicht stellte. Schon am Montag hatte der Yen daraufhin zum US-Dollar Federn gelassen, was in Tokio stets als erfreuliches Zeichen für die exportlastige Wirtschaft angesehen wird.

In Seoul dagegen büsste der Kospi-Index mehr als 1 Prozent ein. Er wurde belastet von den schwergewichtigen Samsung-Aktien , die ihren am Vortag begonnenen Kursrutsch mit minus 8 Prozent fortsetzten. Wegen Brandgefahr hat der Technologiekonzern den Verkauf seiner Note-7-Smartphones mittlerweile gänzlich eingestellt.

In China zeigte der CSI-300-Index, der die 300 grössten Aktienwerte der chinesischen Festlandbörsen abbildet, mit einem Aufschlag von 0,39 Prozent auf 3306,56 Punkten eine solide Tendenz - ganz im Gegensatz zum Markt in Hongkong, wo der Hang-Seng nach dem Feiertag am Montag nun bis kurz vor Handelsschluss um 1,49 Prozent auf 23 495,50 Punkte absackte. Börsianer sprachen von Gewinnmitnahmen, nachdem der Index fest in den Handel gestartet war und erstmals seit einem Monat wieder kurz über die Marke von 24 000 Punkten schaute. Belastend wirkten sich weiterhin schwache Immobilienwerte aus, die seit Tagen unter öffentlichen Massnahmen gegen den Preisauftrieb bei Häusern leiden.

In Sydney schloss der ASX 200 um knappe 0,08 Prozent höher bei 5479,80 Punkten. Der Index konnte anfängliche Gewinne nicht vollständig verteidigen, weil auch hier Immobilienwerte schwächelten. Begründet wurde dies mit enttäuschenden Daten vom Häusermarkt. Stützend wirkten sich dagegen wie in Japan der gestiegene Ölpreis und die folglich festeren Energiewerte aus.

Der indische Aktienmarkt blieb geschlossen./tih/das

(AWP)