Aktien Asien: Nordkorea-Konflikt belastet - Verluste aber überschaubar

Die weitere Verschärfung des Nordkorea-Konflikts hat Asiens Börsen belastet - von Panik oder starken Verkäufen ist allerdings weiter nichts zu spüren. In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 knapp eine Stunde vor Handelsende um 0,95 auf 19 503 Punkte. Hier sorgte neben der politischen Verunsicherung auch der anziehende Yen für Verluste.
04.09.2017 07:12

In Seoul gab der Kospi im frühen Handel 0,86 Prozent auf 2337,47 Punkte nach. Damit liegt der südkoreanische Leitindex trotz des zunehmenden Säbelrasselns zwischen dem benachbarten Nordkorea und den Vereinigten Staaten aber immer noch in Tuchfühlung zum Rekordhoch von 2451 Punkten von Ende Juli - auf die vergangenen zwölf Monate gesehen konnte der Kospi rund 13 Prozent zulegen.

Südkorea startete als Reaktion auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas eigene Raketen. Bei der Übung hätten eine Boden-Boden-Rakete und eine Langstrecken-Luft-Boden-Rakete genau die vorgesehenen Ziele im Japanischen Meer (koreanisch: Ostmeer) getroffen, teilte der Generalstab mit. Die simulierten Ziele seien unter Berücksichtigung der Entfernung zum im Nordosten Nordkoreas liegenden Atom-Testgelände festgelegt worden. Der UN-Sicherheitsrat berief für Montag eine Sondersitzung ein.

Nordkorea hatte eigenen Angaben zufolge am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet, die ein Vielfaches stärker ist als herkömmliche atomare Sprengsätze. Die USA drohten Nordkorea daraufhin mit einer massiven militärischen Antwort, falls die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten bedroht werden sollten. So bekräftigte US-Präsident Donald Trump seine Entschlossenheit, das eigene Land und Verbündete zu verteidigen - "mit der vollen Bandbreite der zur Verfügung stehenden diplomatischen, konventionellen und nuklearen Kapazitäten"./zb/stb

(AWP)