Aktien Asien: Nordkorea-Konflikt lehrt Anleger das Fürchten

Die Zuspitzung des Nordkorea-Konflikts hat die asiatischen Börsen zum Ende der Woche hin deutlich belastet. Die Kurse von Schanghai bis Sydney fielen noch stärker als zuvor in Europa und den USA.
11.08.2017 08:27

Am kräftigsten ging es am Freitag in Hongkong bergab, wo der Hang-Seng-Index im späten Handel um mehr als 2 Prozent nachgab. Der südkoreanische Kospi verlor ähnlich viel. Die Börse in Sydney gab fast anderthalb Prozent nach. Japans Aktienmarkt konnte indes wegen eines Feiertags nicht reagieren.

Der jüngste verbale Schlag in dem Konflikt kam aus den USA: Präsident Donald Trump hat seine "Feuer-und-Wut"-Rede verteidigt. Möglicherweise sei sie sogar nicht scharf genug gewesen, sagte er am Donnerstag in seinem Urlaubsdomizil in Bedminster (New Jersey). Nordkorea sollte "sehr, sehr nervös" sein, wenn es auch nur an einen Angriff auf die USA denke, sagte Trump.

"Das enorme Ansteigen des Volatilitätsindex' sagt uns genau, was die Händler denken", kommentierte David Madden vom Broker CMC Markets die Lage. Die weltweiten Märkte seien von dem Konflikt zwischen den beiden Ländern kräftig in Mitleidenschaft gezogen worden.

Selbst der sonst eher abgeschottet wirkende Aktienmarkt auf dem chinesischen Festland reagierte deutlich: Für den CSI 300 mit den wichtigsten Aktien der Börsen in Schanghai und Shenzhen ging es im späten Handel um 1,32 Prozent abwärts auf 3666,90 Punkte.

Nordkorea hatte in dieser Woche gedroht, Mittelstreckenraketen in Richtung Guam abzufeuern. Auf der von 160 000 Menschen bewohnten US-Pazifikinsel befindet sich ein strategisch wichtiger Stützpunkt des US-Militärs./das/stb

(AWP)