Aktien Asien: Nordkorea-Konflikt verliert etwas an Schrecken

Asiens Börsen haben sich an Tag zwei nach dem nordkoreanischen Atomtest gefangen. Die Verluste in Japan und Südkorea hielten sich in Grenzen, in Festland-China und Hongkong stiegen die Kurse sogar wieder: Hier hat sich die Stimmung bei kleineren und privaten Dienstleistern nach dem jüngsten Dämpfer wieder gebessert.
05.09.2017 08:06

Am Vortag waren die Kurse in Asien deutlich gefallen, wenngleich Panik ausblieb. Als Reaktion auf den Atomtest Nordkoreas demonstrierte Südkorea nun mit neuen Manövern militärische Stärke. Parallel ringt der Weltsicherheitsrat in New York um schärfere Sanktionen. Ungeachtet der zögerlichen Haltung Chinas und Russlands wollen die USA innerhalb einer Woche neue Strafmassnahmen gegen die Regierung in Pjöngjang durchsetzen. Momentan rückt eine eventuelle Drosselung chinesischer Öllieferungen in den Fokus.

In Japan fiel der Leitindex Nikkei 225 bis zum Handelsschluss um 0,6 Prozent auf 19 385,81 Punkte. Am Vortag war es ein knappes Prozent abwärts gegangen. Der südkoreanische Kospi verlor im späten Handel kaum noch.

In China stieg der CSI 300 , der die wichtigsten Werte vom Festland umfasst, im späten Handel derweil um 0,20 Prozent. Auch die für ausländische Anleger offenstehende Börse in Hongkong legte zu. Hintergrund waren erfreuliche Nachrichten aus der Wirtschaft: Im August war der vom Magazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator für den Dienstleistungssektor auf 52,7 Punkte angestiegen nach 51,5 Punkten im Juli. Bei Werten über 50 Punkten ist von einem Wachstum bei den befragten Unternehmen auszugehen.

Nordkorea hatte eigenen Angaben zufolge am Sonntag eine Wasserstoffbombe getestet, die ein Vielfaches stärker ist als herkömmliche atomare Sprengsätze. Es ist der bisherige Höhepunkt in einem seit längerem andauernden Konflikt zwischen dem autoritären Regime in Pjöngjang und den Nachbarländern./das

(AWP)