Aktien Asien: Nordkorea verliert vorerst etwas an Schrecken

Nachdem die Nordkorea-Krise in den vergangenen Tagen nicht weiter eskaliert ist, atmen viele Anleger am Montag in Asien spürbar auf. An zahlreichen Handelsplätzen ging es zu Wochenbeginn aufwärts. Dabei mussten Investoren auch noch unterschiedlich ausgefallene Konjunkturdaten aus Japan und China verdauen.
14.08.2017 07:57

So ist Japans Wirtschaft im vergangenen Quartal stärker gewachsen als Volkswirte erwartet hatten. Der Nikkei konnte nach dem Feiertag der Vorwoche davon allerdings zu Wochenbeginn nicht profitieren. Die heimische Währung Yen war ebenfalls keine Hilfe: Auch wenn der Yen als vermeintlich sicherer Hafen angesichts der nicht mehr ganz so heissen Nordkorea-Krise nicht mehr ganz so stark gefragt ist, bleibt er auf hohem Niveau, was Exportunternehmen belastet. Für den japanischen Leitindex ging es zuletzt 0,96 Prozent abwärts auf 19539,82 Punkte.

Anders sah es in China aus. Für den CSI 300 mit den wichtigsten Aktien der Börsen in Shanghai und Shenzhen ging es im späten Handel um 1,29 Prozent aufwärts auf 3694,14 Punkte. Und dies, obwohl die jüngsten Konjunkturdaten aus der Volksrepublik unter den Erwartungen von Experten geblieben sind. So enttäuschten im Juli neben der Industrieproduktion auch die Daten aus dem Einzelhandel und zu den Sachanlage-Investitionen. Für zusätzliche Belastung könnte allerdings US-Präsident Donald Trump sorgen, der am Montag offiziell eine Untersuchung von Chinas Handelspraktiken einleiten will./fbr/stb

(AWP)