Aktien Asien: Schwache Ölpreise belasten - Kein Handel in Hongkong wegen Taifun

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Die tags zuvor wieder kräftig gefallenen Ölpreise haben am Dienstag auch die Stimmung an den Börsen Asiens gedrückt. Hinzu kam, dass der Taifun "Nida" mit Sturmböen und schweren Niederschlägen über die südchinesische Küste hinweg tobt. In Hongkong wurde daher erst gar nicht gehandelt. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific verlor zuletzt 1,15 Prozent auf 164,47 Punkte.
02.08.2016 10:19

Der Nikkei-225-Index büsste 1,47 Prozent auf 16 391,45 Punkte ein. Neben dem schwachen Ölpreis, der als Indikator einer schwächelnden Weltkonjunktur gilt, herrschte in Tokio auch Sorge über die zur Veröffentlichung anstehenden Details des jüngsten Konjunkturprogramms. "Es setzt sich die Meinung durch, dass die am Nachmittag anstehende Bekanntgabe durch den Premierminister eine Enttäuschung wird", sagte ein Aktienstratege. In der vergangenen Woche hatte Japan ein 28 Billionen Yen (240 Mio Euro) schweres Programm angekündigt, um die Wirtschaft anzukurbeln.

Unter den Einzelwerten am japanischen Markt waren Auto- und Bankaktien die grössten Verlierer. Bankaktien hatten zuvor kräftig profitiert, da die Bank of Japan den Strafzins nicht angehoben hatte. Nun gaben etwa die Aktien der Mitsubishi UFJ Financial Group um 5,9 Prozent nach oder die der Shizuoka Bank um 5,7 Prozent.

In China beendete der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der Festlandbörsen abbildet, den Tag mit einem kleinen Plus von 0,39 Prozent auf 3189,05 Punkten. Das Handelsvolumen war allerdings wegen des Taifuns unterdurchschnittlich. In Hongkong blieb die Börse geschlossen.

Im australischen Sydney schloss der ASX-200-Index 0,84 Prozent tiefer bei 5540,54 Punkten. Die Notenbank Australiens senkte den Leitzins an diesem Tag wie erwartet auf ein Rekordtief von 1,50 Prozent und hofft damit, der Wirtschaft Schwung verleihen zu können. Der Sensex-Index im indischen Mumbai rückte zuletzt um 0,17 Prozent auf 28 050,32 Zähler vor./ck/fbr

(AWP)