Aktien Asien: Schwächelnde Ölpreise bremsen Erholung aus

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Schwächelnde Ölpreise haben am Dienstag auf die Stimmung der Anleger an den wichtigsten asiatischen Börsen gedrückt. Nach einem freundlichen Wochenstart dominierten wieder die roten Vorzeichen und die Erholungsrally nach dem Brexit-Kursrutsch fand ihr vorläufiges Ende. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific verlor zuletzt 0,31 Prozent auf 158,29 Punkte. Dass in China die Unternehmer im Dienstleistungsgewerbe wieder optimistischer in die Zukunft blicken, stützte nur die dortigen Börsen etwas.
05.07.2016 10:11

In Tokio schloss der Nikkei-225-Index um 0,67 Prozent auf 15 669,33 Punkte schwächer. Zu den grössten Verlierern im Index zählten die Papiere von Elektronikunternehmen: Die Aktien von Alps Electric büssten 4,56 Prozent ein und die von Yasawa Electric, dem Schöpfer des Begriffs Mechatronik, verloren 3,52 Prozent. Mitsumi Electric verloren 3,44 Prozent. Die Anteilsscheine des Bekleidungseinzelhändlers Fast Retailing Co. verloren 4,21 Prozent. Das Analysehaus Nomura Securities Co. hatte sich leicht enttäuscht über die Daten des Unternehmens zu den Kundenströmen geäussert.

Dagegen sprangen die Aktien von Japan Display Inc., eines Zulieferers für Smartphone-Bildschirme, an der Börse in Tokio um 10,98 Prozent hoch. Der Hedgefonds Effissimo Capital Management hatte am Montag bekannt gegeben, mit 5,4 Prozent an dem Unternehmen beteiligt zu sein.

In China hielt sich der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der Festlandbörsen in Shenzhen und Shanghai abbildet, stabil mit plus 0,08 Prozent bei 3207,38 Punkten. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Stimmungsindikator im Dienstleistungsgewerbe war auf den höchsten Stand seit fast einem Jahr gestiegen, nachdem er in den vergangenen beiden Monaten rückläufig gewesen war.

Während Aktien von Schwerindustrieunternehmen wie Citic Heavy Industries oder China First Heavy Industries um 10,00 Prozent - dem maximalen Tageslimit für Gewinne oder Verluste - beziehungsweise um 9,94 Prozent stiegen, sackten die Aktien von China Vanke Co. den zweiten Tag in Folge um 10 Prozent ab. Sie waren davor allerdings ein halbes Jahr vom Handel ausgesetzt gewesen. Am Sonntag hatte der Grundstücksentwickler den Aktionärswunsch nach einer ausserordentlichen Hauptversammlung zur Ablösung der meisten seiner Vorstände abgelehnt.

In Hongkong verlor der Hang-Seng-Index nach seiner Erholung am Vortag zuletzt wieder 1,31 Prozent auf 20 783,09 Punkte. Zu den Verlierern zählten unter anderem Energieaktien wie China Shenhua Energie oder China Resources Power Holdings mit einem Minus von jeweils etwas mehr als 2 Prozent. Die Anteilsscheine des grössten chinesischen Pharmakonzerns Sinopharm Group büssten 2,77 Prozent ein, hatten allerdings die vergangenen drei Handelstage insgesamt um mehr als 9 Prozent zugelegt.

Während in Indien der Sensex-Index zuletzt um 0,31 Prozent auf 27 200,32 Punkte sank, hatte in Sydney der australische Leitindex ASX-200-Index den Tag mit minus 1,02 Prozent auf 5228,00 Punkte beendet. Wie mehrheitlich von Experten erwartet, hatte die australische Notenbank ihren Leitzins unverändert bei 1,75 Prozent belassen. Zugleich gab die Reserve Bank of Australia (RBA) aber Hinweise auf mögliche künftige Lockerungen./ck/das

(AWP)