Aktien Asien: Schwacher Yen beflügelt Tokio - China-Börsen verlieren

Die meisten fernöstlichen Aktienmärkte haben am Montag mit Gewinnen auf den Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen reagiert. Dagegen sind die Börsen in Festland-China mit Abschlägen in die neue Woche gestartet. Grund dafür waren Befürchtungen über eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte im Reich der Mitte.
24.04.2017 10:10

Japans Börsen profitierten erneut vom schwächeren Yen, der nach dem Sieg wirtschaftsfreundlichen EU-Befürworters Emmanuel Macron in der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahl absackte. Der Nikkei-Index 225 schloss mit einem Gewinn von 1,37 Prozent bei 18 875,88 Punkten. Die japanische Währung galt im Vorfeld bei den Anlegern als sicherer Hafen. Nach dem erwartungsgemässen Ausgang sei hier etwas Risiko wieder ausgepreist worden, hiess es.

Aus Branchensicht waren die Aktien der exportlastigen Autohersteller am stärksten gefragt. Aber auch die Papiere der ausfuhrlastigen Elektronikhersteller legten deutlich zu. Beide Sektoren profitieren besonders von einer sinkenden heimischen Währung. So stiegen Sony-Titel um 3,8 Prozent.

In China sackte der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte an den Festlandbörsen abbildet, um 1,02 Prozent auf 3431,38 Punkte ab. Börsianer begründeten die Verluste mit Befürchtungen, dass Chinas Führungsriege die anziehende Konjunktur dazu nutzen könnte, die Risiken an den Finanzmärkte durch eine striktere Kontrolle zu reduzieren.

Der Hang-Seng-Index in Hongkong rückte um 0,35 Prozent auf 24 127,20 Punkte vor. In Sydney schloss der ASX-200-Index mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 5871,78 Punkte. Der Sensex-Index im indischen Mumbai, wo noch gehandelt wird, gewann 0,77 Prozent auf 29 590,77 Punkte./edh/ag

(AWP)