Aktien Asien: Überwiegend Gewinne - Verluste an Chinas Festlandbörsen

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Asiens Börsen haben sich am Montag überwiegend freundlich gezeigt. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific legte zuletzt um 0,28 Prozent auf 166,51 Punkte zu. Die chinesischen Festlandbörsen schlossen sich diesem Trend allerdings nicht an, sondern verbuchten Verluste. Auslöser waren gemischt ausgefallene Konjunkturdaten sowie Sorgen um neue regulatorische Eingriffe.
01.08.2016 10:17

Der Nikkei 225 knüpfte in Tokio an seinen freundlichen Handelsschluss vom Freitag an und legte um weitere 0,40 Prozent auf 16 635,77 Punkte zu. Der breitere Topix hingegen verbuchte ein kleines Minus. Am Devisenmarkt gab der Yen im Vergleich zum US-Dollar moderat nach, was exportorientierten Firmen hilft.

Bei den Einzelwerten am japanischen Markt standen Quartalsbilanzen im Mittelpunkt. So legten Sony-Aktien um 1,74 Prozent zu und profitierten von einem besser als erwartet ausgefallenen Quartalsgewinn. Die Aktien von Konkurrent Panasonic hingegen stürzten um 6,95 Prozent ab, nachdem der Unterhaltungselektronikkonzern mit seinem Quartalsgewinn die Analystenerwartungen enttäuscht hatte. Mangelhaftes Wachstum in Entwicklungsländern und auch auf dem Heimatmarkt brockte dem Computerhersteller NEC im abgelaufenen Jahresviertel einen hohen operativen Verlust ein. Dessen Papiere brachen daraufhin um 11,27 Prozent ein.

In China beendete der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der Festlandbörsen abbildet, den Tag mit einem Minus um 0,85 Prozent auf 3176,81 Punkten. Der länger gehandelte Hang-Seng-Index in Hongkong legte dagegen zuletzt um 1,26 Prozent auf 22 166,36 Punkte zu. Während der Einkaufsmanagerindex des chinesischen Wirtschaftsmagazins "Caixin" für das herstellende Gewerbe im Juli einen Sprung nach oben machte und damit auf eine gute Stimmung in den Industriebetrieben Chinas verwies, bröckelte der offizielle Index des Statistikamtes unerwartet ab.

Vor allem aber verwiesen Händler mit Blick auf die Verluste an den Börsen der Volksrepublik China darauf, dass es laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua Pläne gibt, Aktieninvestitionen aus dem Vermögensverwaltungsbereich zu begrenzen. So wollten die Regulatoren Risiken im 3,5 Billionen Dollar schweren Markt für Vermögensverwaltungsprodukte verringern, hiess es.

Im australischen Sydney schloss der ASX-200-Index 0,45 Prozent höher bei 5587,39 Punkten. Der Sensex-Index im indischen Mumbai verlor zuletzt 0,49 Prozent auf 27 913,12 Zähler./ck/das

(AWP)