Aktien Asien: Überwiegend im Minus - US-Präsident Trump verunsichert weiter

Die Anleger an den meisten asiatischen Börsen haben sich auch am Dienstag zurückgehalten. Der Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific weitete seine zu Wochenbeginn erlittenen Verluste aus und gab um 0,40 Prozent auf 176,49 Punkte nach. Weiterhin drücke die Sorge vor einer Abschottung der USA auf die Stimmung, sagten Börsianer.
24.01.2017 10:22

Der Ausstieg der USA aus dem geplanten asiatisch-pazifischen Handelsabkommen TPP löste bei anderen beteiligten Staaten Unmut aus. Japan, Australien und Neuseeland kündigten Bemühungen an, um die vom neuen US-Präsidenten Donald Trump aufgekündigte Vereinbarung noch zu retten.

In den ersten Tagen seiner Präsidentschaft habe sich Trump vor allem zu protektionistischen Massnahmen geäussert, sagte ein Marktanalyst. Wenig Details habe es hingegen zu den geplanten Massnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft gegeben. Die Hoffnung auf entsprechende Wachstumsimpulse hatte noch im November und Anfang Dezember für einen regelrechten Boom an den internationalen Börsen gesorgt. In den letzten Wochen jedoch war an den Aktienmärkten bereits Ernüchterung eingekehrt.

An der Börse in Tokio ging der Nikkei 225 mit einem Verlust von 0,55 Prozent auf 18 787,99 Punkte aus dem Handel. Als zusätzliche Belastung zeigte sich der zuletzt wieder etwas festere Yen, womit sich die Absatzchancen der Exportnation Japan verschlechterten.

Schlusslicht im japanischen Leitindex waren die Anteilsscheine von Kansai Electric mit einem Minus von rund 5 Prozent. Zwischenzeitlich hatten sie mit einem Minus von knapp 6 Prozent den grössten prozentualen Rückgang seit August erlitten. Die US-Bank Goldman Sachs hatte bei den Papieren des Versorgers zum Verkauf geraten.

In China hingegen bewegte sich der CSI 300 mit den 300 grössten Werten an den Festlandbörsen Shanghai und Shenzhen mit plus 0,01 Prozent auf 3364,45 Punkte kaum vom Fleck. Der Hongkonger Hang Seng beendete den Tag mit einem Gewinn von 0,22 Prozent auf 22 949,86 Zähler. Bereits zu Wochenbeginn hatten sich viele Investoren erleichtert darüber gezeigt, dass der frisch ernannte US-Präsident mit Blick auf die Beziehungen zur Volksrepublik bei seiner Rede und an seinem ersten Wochenende im Amt kein weiteres Öl ins Feuer gegossen hatte.

In Südkorea schlossen die Aktien von Samsung mit einem Plus von 0,26 Prozent und näherten sich damit wieder dem am 12. Januar erreichten Rekordhoch. Ungeachtet des Debakels um brennende Akkus bei seinem Vorzeige-Smartphone Galaxy Note 7 hatte der Elektronikkonzern im vierten Quartal 2016 den Gewinn mehr als verdoppelt.

Im australischen Sydney schloss der ASX 200 0,70 Prozent höher bei 5650,10 Punkten. Vor allem Aktien von Minenwerten waren gefragt. Der Sensex-Index im indischen Mumbai, wo aktuell noch gehandelt wird, stieg zuletzt um 0,78 Prozent auf 27 327,39 Zähler./la/das

(AWP)