Aktien Asien: Überwiegend Verluste

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Mittwoch mehrheitlich moderat nachgegeben. Die Festlandbörsen Chinas wurden von aktuellen Aussenhandelsdaten belastet. In Japan wuchs die Wirtschaft zwar einer zweiten Schätzung zufolge stärker als zuvor ermittelt, aber dennoch nicht so stark wie von Experten erwartet.
08.03.2017 10:18

Angesichts der in Kürze erwarteten Zinserhöhung in den USA und den bestehenden politischen Risiken in Europa sei unter den Anlegern eine grössere Zurückhaltung spürbar, hiess es zudem. Der japanlastige, asiatische Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific gab zuletzt um 0,02 Prozent auf 183,57 Punkte nach.

Belastet von mit Enttäuschung aufgenommenen Wirtschaftsdaten verlor der Nikkei-225-Index in Tokio 0,47 Prozent auf 19 254,03 Punkte. Zudem hatte der Yen auf die Stimmung gedrückt, der während des Aktienhandels spürbar zugelegt hatte. Unter den Einzelwerten ragten die Papiere von Toshiba hervor, die um 2,18 Prozent zulegten. Der Technologiekonzern und der chinesische Haushaltsgeräte-Hersteller Midea wollen zusammenarbeiten, um intelligente Haushaltsprodukte herzustellen. Midea gewannen in Shenzhen 0,82 Prozent. Das Unternehmen hatte erst im vergangenen Jahr den deutschen Roboterhersteller Kuka übernommen.

Insgesamt ging es an den meisten chinesischen Aktienmärkten allerdings leicht abwärts: Sowohl in Shanghai als auch in Shenzhen dominierten rote Vorzeichen. Der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an diesen beiden Festlandbörsen abbildet, verlor 0,15 Prozent auf 3448,73 Punkte. Belastend wirkte, dass China im Februar überraschend ein Defizit in seiner Handelsbilanz verzeichnete. So waren die Importe wegen einer grossen Nachfrage chinesischer Unternehmen nach Rohstoffen zwar kräftig gestiegen, während die Exporte schwach ausfielen.

Der Hang-Seng-Index rückte hingegen um 0,43 Prozent auf 23 782,27 Punkte vor. Damit legten die in Hongkong gehandelten chinesischen Aktien den dritten Tag in Folge zu, was seit drei Wochen nicht mehr der Fall gewesen war. Auftrieb kam unter anderem von Immobilienunternehmen und Aktien aus der Autobranche. Papiere von Vanke etwa gewannen in Hongkong 3,63 Prozent und die des Batterien-Herstellers BYD, der auch eine Automobil-Tochter hat, stiegen um 2,25 Prozent. Die Anteilsscheine des Autoherstellers Great Wall Motor rückten um 1,87 Prozent vor.

ZTE sprangen in Hongkong zudem um 6,07 Prozent hoch. Der chinesische Telekom-Riese akzeptierte im Streit mit den USA um Verstösse gegen Iran-Sanktionen eine Milliardenstrafe. Der Konzern bekannte sich schuldig, US-Handelsrecht verletzt, Ermittlungen behindert und grundlegend falsche Angaben gemacht zu haben. Dem Smartphone-Hersteller war vorgeworfen worden, illegalerweise US-Technologie in den Iran geliefert zu haben.

Der ASX-200-Index in Sydney schloss mit minus 0,03 Prozent bei 5759,66 Punkten kaum verändert. Der Sensex-Index im indischen Mumbai gab zuletzt um 0,40 Prozent auf 28 884,50 Zähler. Dort wird noch länger gehandelt./ck/fbr

(AWP)