Aktien Asien: Überwiegend Verluste - Schwacher Yen stützt Japans Börse

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag überwiegend nachgegeben. In China waren Anleger insbesondere über den extrem schwachen Anstieg der Verbraucherpreise enttäuscht, der auf eine schwache Konsumentwicklung hindeutet. Zudem belastete allgemein der am Mittwoch im US-Handel deutlich zurückgegangene Ölpreis. In Japan dagegen profitierten die Aktien vom schwachen Yen. Der asiatische Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific verlor zuletzt 0,16 Prozent auf 182,36 Punkte.
09.03.2017 10:49

Der Nikkei-225-Index in Tokio legte nach vier etwas schwächeren Handelstagen nun wieder um 0,34 Prozent auf 19 318,58 Punkte zu. Auch der breitere Topix schloss mit Gewinnen. Der schwächelnde Yen stützte Aktien exportorientierter Unternehmen. Ansonsten ragten unter den Einzelwerten in Japan inbesondere Mitsui High-tec mit plus 16,56 Prozent heraus. Mitsubishi UFJ Morgan Stanley hat die Aktie des Maschinenherstellers mit "Buy" in die Bewertung aufgenommen.

Kaneka stiegen um 3,61 Prozent, nachdem der Chemiekonzern bekanntgab, für 5 Milliarden Yen Aktien zurückkaufen zu wollen. Toshiba hingegen sackten um 7,20 Prozent ab. Händler verwiesen auf einen Medienbericht, dem zufolge der zum japanischen Technologiekonzern gehörende US-Atomkraftwerksbauer Westinghouse Elektric auf Insolvenzen spezialisierte Rechtsanwälte ins Spiel gebracht habe.

Erneut bewegten sich die chinesischen Börsen gegenläufig zu denen Japans: Der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den Börsen Shanghai und Shenzhen abbildet, verlor 0,63 Prozent auf 3426,94 Punkte. Der Hang-Seng-Index büsste deutliche 1,18 Prozent auf 23 501,56 Punkte ein, nachdem er drei Tage in Folge zugelegt hatte.

Am Markt wurde einerseits auf die am Vorabend deutlich gefallenen Ölpreise verwiesen, die sich momentan nun wieder leicht erholen. Die am Mittwoch veröffentlichten US-Daten über die wöchentlichen Rohöllagerbestände hatten einen weiteren Anstieg sichtbar gemacht, der zudem deutlicher als erwartet ausgefallen war. Nun mehren sich wieder die Sorgen vor einem zu grossen Angebot und einer zugleich nachlassenden Nachfrage.

Andererseits waren in China zwar die Erzeugerpreise im Februar so stark gestiegen wie zuletzt vor mehr als acht Jahren, doch zugleich war der Anstieg der Verbraucherpreise deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

In Hongkong waren Energie- und Ölaktien die grössten Verlierer: China Shenhua Energy büssten 3,51 Prozent ein, die Aktien von China Petroleum & Chemical gaben um 3,44 Prozent nach und die von PetroChina um 2,21 Prozent.

Der ASX-200-Index in Sydney schloss mit minus 0,32 Prozent bei 5741,20 Punkten. Der noch immer gehandelte Sensex-Index im indischen Mumbai gab zuletzt um 0,10 Prozent auf 28 872,70 Zähler nach./ck/fbr

(AWP)