Aktien Asien: Uneinheitlich ins Wochenende - China-Börsen nach Daten fester

Ohne klare Richtung haben sich Asiens wichtigste Aktienmärkte ins Wochenende verabschiedet. Wegen der anstehenden Rede von Donald Trump anlässlich seiner Amtseinführung an diesem Freitag habe an den Börsen insgesamt Zurückhaltung geherrscht, hiess es im Handel. Der japanlastige Stoxx Asia Pacific sank zuletzt um 0,14 Prozent auf 178,17 Punkte.
20.01.2017 10:12

Der japanische Leitindex Nikkei 225 schloss mit einem Plus von 0,34 Prozent bei 19 137,91 Punkten. Die moderaten Gewinne änderten jedoch nichts an der negativen Wochenbilanz von minus 0,8 Prozent. Unter den Einzelwerten verzeichneten Toshiba mit einem Plus von 1,8 Prozent eine leichte Erholung vom 16-prozentigen Kurseinbruch am Vortag. Der Elektronikkonzern muss in seinem US-Atomgeschäft laut Medienberichten wahrscheinlich noch höhere Verluste einstecken als ursprünglich gedacht. Die Wertberichtigungen könnten sich umgerechnet auf bis zu 5,8 Milliarden Euro belaufen, hatte es geheissen.

Kirin-Papiere legten um 1,3 Prozent zu. Der niederländische Brauereikonzern Heineken liebäugelt mit dem Kauf des schwächelnden Brasilien-Geschäfts des japanischen Konkurrenten. Man befinde sich in Gesprächen, bestätigte Heineken am Freitag entsprechende Medienberichte. Der japanischen Zeitung "Nikkei" zufolge dürfte der Preis bei umgerechnet rund 818 Millionen Euro liegen.

Gute chinesische Konjunkturdaten verhalfen den Börsen in Festland-China zu überwiegend festeren Notierungen. Der CSI 300, in dem die wichtigsten Unternehmen des Festlands gelistet sind, gewann 0,77 Prozent auf 3354,89 Punkte. Damit stieg der Index auf Wochensicht um mehr als 1 Prozent.

Die chinesische Wirtschaft wuchs im vierten Quartal 2016 mit 6,8 Prozent etwas stärker als in den Vorquartalen und übertraf damit auch die durchschnittliche Marktschätzung. Ökonomen werteten dies als Zeichen der Stabilisierung für die zweitgrösste Volkswirtschaft. Erneut warnten Experten aber, dass das derzeitige Wachstumsmodell nicht nachhaltig sei. Ein schwacher Aussenhandel, die hohe Verschuldung sowie drohende Handelsstreitigkeiten mit den USA und Protektionismus unter dem neuen Präsidenten Trump gehören zu den wesentlichen Risiken in diesem Jahr.

Abwärts ging es mit den Kursen in der Sonderverwaltungszone Hongkong. Dort fiel der Hang-Seng-Index um 0,71 Prozent auf 22 885,91 Punkte. An der Börse im australischen Sydney büsste der ASX 200 0,66 Prozent auf 5654,75 Punkte ein. Im indischen Mumbai stand der länger gehandelte Sensex-Index zuletzt 0,94 Prozent tiefer bei 27 052,70 Punkten. Dies ist der deutlichste Verlust seit rund einem Monat. Dabei führten Banken- und Stahlwerte die Liste der Verlierer an./edh/fbr

(AWP)