Aktien Asien: Wall-Street-Rally treibt Börsen an - Feiertag in Mumbai und Syndey

Der Rekordlauf an der Wall Street hat in ganz Asien am Donnerstag die Börsen beflügelt. Die Aussicht auf Konjunkturprogramme der neuen US-Regierung unter Präsident Donald Trump befeuert wie bereits am Vortag die Kurse. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific gewann zuletzt 1,18 Prozent auf 179,61 Punkte und profitierte wie die anderen Indizes auch davon, dass dem US-Leitindex Dow Jones Industrial am Mittwoch endlich der Sprung über die Marke von 20 000 Punkten geglückt war.
26.01.2017 10:24

Die Zuversicht der Anleger sei so gross, dass sie sich in Japan auch durch einen festeren Yen nicht habe trüben lassen, sagte ein Börsianer. Die Hoffnung sei wieder da, dass die von Trump im Wahlkampf angekündigten Massnahmen zur heimischen Wirtschaftsstärkung umgesetzt werden, was die Aktienmärkte im Allgemeinen erneut beflügele.

In Japan stieg der Leitindex Nikkei um 1,81 Prozent auf 19 402,39 Punkte und wies im regionalen Vergleich erneut die grössten Kursgewinne auf. Vor allem Finanzwerte profitierten, denn wieder steigende Zinsen kommen besonders der Banken-, Finanzdienstleister- und Versichererbranche zugute. Nomura Holdings etwa gewannen 4,94 Prozent und Shinsei Bank stiegen um 5,21 Prozent. Concordia Financial rückten um 5,01 Prozent vor.

Die Takata-Aktien gewannen 19,27 Prozent. Der Hersteller von Airbags hatte betont, eine Insolvenz vermeiden zu wollen. Am Mittwoch hatte der US-Bundesstaat New Mexico im Skandal um defekte Airbags von Takata Klage gegen den Zulieferer und 15 Autobauer eingereicht. Die Klage richtet sich unter anderem auch gegen Mazda, Toyota , Mitsubishi, Nissan, Toyota und Honda , die entweder kaum vom Fleck kamen oder unterdurchschnittlich zulegten.

In China legte der CSI 300 , der die 300 grössten Werte an den Festlandbörsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, um 0,36 Prozent auf 3387,96 Punkte zu. Zu den Verlierern zählten etwa Immobilienaktien wie Future Land Holdings, die um 1,53 Prozent nachgaben. Die chinesische Zentralbank will Kreisen zufolge die Kreditvergabe im Land herunterfahren. Die Banken seien angewiesen worden, die Vergabe von neuen Krediten im ersten Quartal des laufenden Jahres streng zu kontrollieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Die Massnahme ziele vor allem auf Hypotheken-Darlehen, um den Anstieg bei den Immobilienpreisen einzudämmen.

In der Sonderverwaltungszone Hongkong kletterte der Leitindex Hang Seng um 1,41 Prozent auf 23 374,17 Zähler. In Indien und Australien blieben die Börsen am Donnerstag feiertagsbedingt geschlossen./ck/fbr

(AWP)