Aktien Asien: Weitere Verluste - Hang Seng und ASX 200 deutlicher unter Druck

Die asiatischen Börsen haben am Donnerstag überwiegend moderat nachgegeben. Damit knüpften sie an ihre Vortagsentwicklung an. Als Belastung sah ein Analyst die nach den jüngsten Verlusten weiter schwächelnden Ölpreise und die daraus resultierenden Verluste bei Energieaktien.
15.06.2017 10:18

Ausserdem drückten Sorgen um den schwachen Preisauftrieb auf die Stimmung, obwohl US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen am Vortag davor gewarnt hatte, die zuletzt abgeschwächte Inflation überzubewerten. Den Leitzins hatten die Währungshüter wie erwartet leicht angehoben. Am Donnerstag steht noch der Zinsentscheid der Bank of England auf der Agenda und an diesem Freitag die japanische Notenbank.

Der asiatische Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific verlor zuletzt 0,09 Prozent auf 182,19 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei 225 mit einem Minus von 0,26 Prozent bei 19 831,82 Punkten. Verlusten bei den Aktien von Finanzkonzernen und exportorientierten Unternehmen stand ein Kursanstieg bei Titeln aus den Branchen Bau, Pharma und Einzelhandel gegenüber.

Der chinesische CSI-300-Index , der die grössten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen umfasst, gab um 0,18 Prozent auf 3528,79 Punkte nach. Beim vortags vergleichsweise robusten Hang-Seng-Index der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, stand ein sattes Minus von 1,06 Prozent auf 25 600,77 Punkte zu Buche.

Hier belastete die Entscheidung der dort zuständigen Währungsinstanz, der US-Notenbank zu folgen und die Zinsen zum dritten Mal seit Dezember anzuheben. Dadurch steigen die Risiken für einen der weltweit hochpreisigsten Immobilienmärkte, da die Branche von niedrigen Zinsen profitiert.

Für den Sensex-Index im indischen Mumbai ging es zuletzt um 0,21 Prozent auf 31 089,72 Punkte nach unten. Der australische ASX-200-Index zollte seiner jüngsten Rally Tribut und schloss 1,21 Prozent tiefer bei 5763,19 Zählern./gl/jha/

(AWP)