Aktien Asien: Weitere Verluste - Nur China stemmt sich gegen den Trend

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Asiens Börsen sind am Mittwoch überwiegend der negativen Entwicklung in Europa und den USA gefolgt. Experten sahen die von der britischen Notenbank nach dem Brexit-Votum geäusserten globalen Wachstumssorgen als Kursbelastung für riskante Anlagen wie Aktien. Lediglich die Handelsplätze auf dem chinesischen Festland standen moderat in der Gewinnzone.
06.07.2016 10:29

Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific verlor zuletzt 0,69 Prozent auf 157,89 Punkte. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index 1,85 Prozent schwächer bei 15 378,99 Punkten. Der japanische Leitindex wurde vom Kursanstieg der Landeswährung belastet, welcher die Exportchancen für heimische Produkte schmälert. Der Yen gilt als "sicherer Hafen". Die Rendite japanischer Staatsanleihen mit 20 Jahren Laufzeit fiel erstmals auf null.

Die Aktien des Autobauers Mazda sanken um rund 6 Prozent. Hier drückte nicht nur der Yen auf die Stimmung, sondern auch der Rückruf von rund 74 000 Fahrzeugen bei einem chinesischen Gemeinschaftsunternehmen. Grund sind defekte Airbags des Herstellers Takata, die ausgetauscht werden müssen.

Beim Autozulieferer Alps Electric sorgten gesenkte Gewinnschätzungen des Analysehauses SMBC Nikko Securities für einen weiteren Kursrutsch von 5 Prozent. Schon am Dienstag hatten die Papiere ähnlich stark nachgegeben.

In China rückte der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der Festlandbörsen in Shenzhen und Shanghai abbildet, um 0,29 Prozent auf 3216,80 Punkte vor. Dort dürfen allerdings nur einheimische Investoren handeln, was die Märkte von externen Einflussfaktoren abschirmt. Es gebe immer noch Hoffnungen auf eine Zinssenkung, sagte ein Analyst.

Dagegen gab der Hang-Seng-Index in Hongkong, wo auch ausländische Investoren uneingeschränkt handeln können, um 1,23 Prozent auf 20 495,29 Zähler nach. Zu den Verlierern gehörten die Aktien der Banken HSBC und Standard Chartered mit einem starken Europageschäft. Auch für die Aktien des Luxusgüterkonzerns Prada ging es bergab.

Für den indischen Sensex-Index ging es zuletzt um 0,41 Prozent auf 27 166,87 Punkte bergab. Der australische Leitindex ASX 200 schloss 0,58 Prozent tiefer bei 5197,50 Punkten./gl/das

(AWP)