Aktien Asien: Wenig Bewegung in Japan und China - Nintendo-Titel brechen ein

TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI/SYDNEY/MUMBAI (awp international) - Die Aktienbörsen in Japan und China sind am Montag kaum von der Stelle gekommen. An den übrigen asiatischen Märkten überwogen die Kursgewinne.
25.07.2016 10:36

Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia/Pacific legte zuletzt um 0,16 Prozent auf 164,75 Punkte zu. In Tokio schloss der Nikkei-225-Index mit einem Minus von 0,04 Prozent bei 16 620,29 Punkten nahezu unverändert. Heimische Konjunkturdaten gaben dem wichtigsten japanischen Börsenbarometer keine Richtung vor.

Am Freitag hatte der Nikkei über ein Prozent verloren und damit seiner zwölfprozentigen Kursrally seit dem Wahlsieg des Regierungslagers vor zwei Wochen Tribut gezollt. Nun warteten die Anleger auf den Zinsentscheid der japanischen Notenbank am Freitag, sagte ein Marktstratege.

Japans Wirtschaft leidet derweil weiter unter einer schwachen Nachfrage der wichtigsten Handelspartner und dem jüngst wieder erstarkten Yen. Die Exporte gingen im Juni zum neunten Mal nacheinander zurück - allerdings nicht so stark wie von Experten befürchtet.

Bei den japanischen Einzelwerten ragte Nintendo mit einem Kurseinbruch von fast 18 Prozent negativ heraus. Am Freitag nach Börsenschluss hatte der japanische Spiele-Hersteller mitgeteilt, er rechne durch sein Smartphone-Spiel "Pokemon Go" nur mit einem begrenzten Einfluss auf den Gewinn und halte daher an seiner Prognose fest. Zuletzt hatte sich der Aktienkurs fast verdoppelt.

Die Titel von McDonald's Japan verloren knapp 12 Prozent. Das Unternehmen hatte am Freitag eine exklusive Partnerschaft mit "Pokemon Go" bekannt gegeben. Die Papiere von Imagica Robot, einem Anbieter von "Pokemon"-Cartoons, stürzten sogar um rund 23 Prozent ab.

In China fiel die Entwicklung uneinheitlich aus, war aber insgesamt wenig spektakulär. Der CSI-300-Index, der die Entwicklung der 300 grössten Aktienwerte der chinesischen Festlandbörsen abbildet, schloss 0,18 Prozent fester bei 3230,89 Punkten. Börsianer sprachen von einem unterdurchschnittlichen Handelsvolumen. Der Hang-Seng-Index in der Sonderverwaltungszone Hongkong, wo neben chinesischen auch ausländische Marktteilnehmer handeln dürfen, sank um 0,07 Prozent auf 21 948,94 Punkte.

Mangels wichtiger Konjunkturdaten dürften sich die Kursausschläge auch im weiteren Wochenverlauf in Grenzen halten, prognostizierte ein Aktienexperte. Am Montag litten einige Bergbautitel unter den schwächelnden Rohstoffpreisen, wogegen Konsumgütertitel sich ins Plus kämpften.

In Australien ging der ASX-200-Index 0,64 Prozent höher bei 5533,56 Punkten aus dem Handel. Der indische Sensex-Index stieg im späten Geschäft um 0,83 Prozent auf 28 033,99 Zähler./gl/das

(AWP)