Aktien Asien: Zinssorgen drücken vor allem Chinas Festlandsbörsen ins Minus

Ein abermaliger Anstieg der Renditen am US-Anleihenmarkt hat die Börsen Asiens am Donnerstag belastet. Vor allem in China ging es deutlich nach unten.
18.10.2018 08:29

Investoren rechnen offenbar mit weiter steigenden Zinsen in den USA: So zeigte das Protokoll der jüngsten US-Notenbanksitzung, dass die Fed trotz der heftigen Kritik von US-Präsident Donald Trump über eine weitere Verschärfung der Geldpolitik diskutiert.

Zudem macht Trump weiter Druck im Handelsstreit mit China: Die US-Regierung überlegt, ein 144 Jahre altes internationales Postabkommen der Vereinten Nationen aufzukündigen. Die "New York Times" hatte zuvor unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass sich der Schritt vor allem gegen chinesische Unternehmen richte, die den US-Markt mit Exporten fluten.

Damit fiel der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten Werten an den Börsen des chinesischen Festlands kurz vor Handelsschluss um 1,76 Prozent. In Hongkong gab der Hang Seng nach einer feiertagsbedingten Pause zuletzt um 0,56 Prozent nach.

In Tokio verlor der Leitindex Nikkei 0,80 Prozent auf 22 658,16 Punkte. Darüber hinaus belasteten Naturkatastrophen Japans Aussenhandel stärker als erwartet. Die Exporte der weltweit drittgrössten Volkswirtschaft waren zum ersten Mal seit fast zwei Jahren gesunken.

Im September hatte unter anderem der Taifun Jebi einen wichtigen Flughafen für die Exportwirtschaft zeitweise lahmgelegt. Zudem wurden die Lieferketten im Norden des Landes durch ein Erdbeben stellenweise unterbrochen. Der überraschende Rückgang ist nach Einschätzung des Mizuho-Experten Norio Miyagawa derweil auch ein Beleg dafür, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China Japans Ausfuhren belastet hat./la/mis

(AWP)