Aktien Asien: Zurückhaltung vorsichtiger Anleger sorgt für moderate Verluste

Die asiatischen Aktienmärkte haben am Dienstag mehrheitlich leicht nachgegeben. Angesichts der geplanten Haushaltskürzungen von US-Präsident Donald Trump und der Russland-Affäre sowie des jüngsten Terroranschlags in Grossbritannien gingen viele Anleger lieber auf Nummer sicher, sagten Experten. Vermeintlich sichere Häfen wie der japanische Yen waren daher gefragt. Der japanlastige Sammelindex Stoxx 600 Asia Pacific sank zuletzt um 0,22 Prozent auf 176,82 Punkte.
23.05.2017 10:06

In Japan schloss der Nikkei 225 0,33 Prozent tiefer bei 19 613,28 Punkten. Der steigende Yen drückte auf die Stimmung der Anleger, da er den Absatz japanischer Waren im Ausland teurer macht. Das kann Aktien exportorientierter Unternehmen belasten.

In China stand der CSI-300-Index , der die 300 grössten Werte an den Börsen in Shanghai und Shenzhen abbildet, am Ende mit 0,38 Prozent im Plus bei 3424,19 Punkten.

In Hongkong pendelte der Hang-Seng-Index zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten und zeigte sich kurz vor Handelsschluss mit plus 0,02 Prozent bei 25 396,82 Punkten fast unverändert. Angeführt von den bisher eher vernachlässigten Aktien von Versicherern und Casinos war er im frühen Handel noch bis knapp unter 25 487 Punkte gestiegen. Damit bewegte er sich in Höhen, die er zuletzt im Juli 2015 erreicht hatte. Ein Marktexperte begründete den deutlich besseren Lauf des Hongkonger Index im Vergleich zum CSI 300 vor allem mit Aktienkäufen aus dem Ausland. Er rechnet damit, dass sich dieser Trend im Zuge der US-Dollar-Schwäche fortsetzen wird.

Der australische ASX-200-Index verlor 0,19 Prozent auf 5760,19 Punkte. Im indischen Mumbai, wo noch gehandelt wird, sank der Sensex-Index zuletzt um 0,36 Prozent auf 30 461,00 Zähler./ck/fbr

(AWP)