Aktien Europa: Anleger machen Verschnaufpause - Spanien sticht positiv hervor

Nach den Kursgewinnen der letzten Tage haben die Anleger an den Aktienmärkten Europas am Montag offenbar auch einen Brückentag genommen. Viel Spannendes gab es nicht, worauf Eurostoxx, FTSE und Co. kurz nach Handelsbeginn reagieren konnten. Ein minimal stärkerer Euro und laufende Übernahmegespräche in der Schweiz und den Niederlanden liessen die Finanzmärkte jedenfalls kalt. Nur in Spanien war die Stimmung etwas besser dank erfreulicher Wirtschaftsdaten.
30.10.2017 11:35

Der EuroStoxx 50 bequemte sich bis zum späten Vormittag um lediglich 0,17 Prozent auf 3658,32 Punkte nach oben. Noch weniger passierte zum Wochenbeginn in Grossbritannien, wo sich der FTSE 100 mit einem Plus von 0,01 Prozent so gut wie gar nicht von der Stelle bewegte. Beim CAC-40 in Frankreich ging es mit einem Plus von zuletzt 0,06 Prozent auch nur geringfügig nach oben.

In Spanien stieg der Ibex 35 dagegen um 1,37 Prozent. Trotz der Katalonien-Krise hatte das Statistikamt am Montag für das dritte Quartal eine höhere Wirtschaftsleistung vermeldet als von Analysten erwartet.

Bei den Einzelwerten schwankten die Papiere des niederländischen Chemie- und Farbenkonzerns Akzo Nobel nachdem er Fusionsgespräche mit dem US-Konkurrenten Axalta bestätigt hatte. Hier gaben die Aktien zuletzt um 0,48 Prozent nach. Akzo hat derzeit mit einer Reihe von Problemen zu kämpfen wie schwachen Geschäften und Wechseln im Management.

In der Schweiz gerieten zudem der Chemiekonzern Clariant und der Pharmakonzern Novartis in den Fokus der Anleger. Während Clariant seinem grössten Aktionär White Tale eine Absage zum geforderten Verkauf der Kunststoff- und Beschichtungssparte erteilte und dadurch 1,90 Prozent an der Börse verlor, bestätigte Novartis seine Kaufabsicht über das im Bereich Onkologie tätige Unternehmen Advanced Accelerator Applications (AAA). Hier kam es zu einem kleinen Kursgewinn von 0,06 Prozent./kro/das

(AWP)