Aktien Europa: Anleger warten ab vor Reden von Trump und Yellen

Europas Börsen haben sich nach den jüngsten Verlusten am Montag etwas stabilisiert. Vor den im Wochenverlauf erwarteten Reden von US-Präsident Donald Trump und US-Notenbankchefin Janet Yellen hielt sich die Kauflaune der Anleger aber in Grenzen.
27.02.2017 11:12

Am späten Vormittag stieg der EuroStoxx 50 um 0,23 Prozent auf 3311,58 Punkte. Der französische CAC-40-Index trat am Montag unverändert auf der Stelle, während der Londoner FTSE 100 0,19 Prozent auf 7257,64 Punkte gewann.

Zur Wochenmitte spricht Trump vor dem amerikanischen Kongress - viele Investoren hoffen auf Details zu der vor Wochen angekündigten "Steuer-Revolution". Doch laut Finanzminister Steven Mnuchin, der letzte Woche die ersten Interviews nach seiner Vereidigung gab, wird die Steuerreform frühestens im August verabschiedet.

Am Freitag steht Yellens Rede auf der Agenda, von der Anleger weitere Signale für eine Leitzinsanhebung erwarten. Das Protokoll zur jüngsten Notenbanksitzung hatte bereits Hinweise für eine baldige weitere Straffung der amerikanischen Geldpolitik geliefert - steigende Zinsen würden die Attraktivität von Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren schmälern.

Im europäischen Branchenvergleich hatten am Montag die Aktien der Technologieindustrie die Nase vorn: Der Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 gewann 0,20 Prozent.

Dagegen büsste der Index der Finanzdienstleister am Ende der Branchenübersicht 1,13 Prozent ein. Hier belastete vor allem der Kursrutsch bei der Deutschen Börse und der London Stock Exchange (LSE) , da die Fusion der beiden Börsenbetreiber zu scheitern droht. Hintergrund ist die Weigerung der Londoner, wie von den EU-Wettbewerbshütern gefordert den Mehrheitsanteil an der italienischen Anleihen-Handelsplattform MTS zu veräussern.

Dass die italienische Grossbank Intesa Sanpaolo nun doch nicht mit dem heimischen Versicherer Generali zusammengehen will, sorgte bei den Anteilseignern von Intesa für Freude: Die Aktien zogen um rund 5 Prozent an. Dagegen büssten die Papiere des Versicherers über 4 Prozent ein./gl/das

(AWP)