Aktien Europa: Anleger warten ab vor Trump-Treffen

Nach einem starken Auftaktquartal haben die Anleger am europäischen Markt zunächst auf Abwarten geschaltet. Am Montagmorgen pendelte der Leitindex EuroStoxx 50 um seinen Schlussstand der Vorwoche. Auch die meisten Länderbörsen traten praktisch auf der Stelle.
03.04.2017 10:29

Es könnte die Ruhe vor dem Sturm sein, denn im Laufe dieser Woche stehen nicht nur wichtige Konjunkturdaten dies- und jenseits des Atlantiks an. Auch trifft sich US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping. Die Zusammenkunft gilt wegen Handelsstreitigkeiten als besonders schwierig. Die neue Woche stehe ganz im Zeichen von Trump und ob seine Politik neu bewertet werde, erklärten die Analysten Mike van Dulken und Henry Croft vom Broker Accendo Markets

Der EuroStoxx 50 stieg zuletzt um 0,07 Prozent auf 3503,32 Punkte. Damit liegt er auf dem höchsten Niveau seit Dezember 2015. Die Hoffnung auf eine Ankurbelung der Wirtschaft durch Trump hatte die Kurse im Auftaktquartal weltweit in die Höhe schnellen lassen - der EuroStoxx 50 hatte rund fünfeinhalb Prozent gewonnen. Zuletzt hatte Trump allerdings politische Niederlagen einstecken müssen und die Euphorie der Anleger war etwas abgeflaut.

In Paris trat der CAC-40 am Montagmorgen auf der Stelle bei 5122,58 Punkten. Der Londoner Leitindex FTSE 100 legte um magere 0,03 Prozent auf 7324,98 Punkte zu. Damit hinkten die anderen europäischen Märkte dem deutschen Dax hinterher, der zuletzt um 0,26 Prozent zulegte und auf einen Höchststand zuläuft.

Zurückgehalten wurden die Märkte insbesondere von den Bankaktien, deren Branchenindex um ein knappes halbes Prozent fiel. Im Eurostoxx 50 wurden die fünf letzten Plätze von Finanztiteln belegt. Die Aktie der spanischen BBVA fiel um 2,7 Prozent, allerdings wurde die Aktie ex Dividende gehandelt. Die Aktie der mitten in einer 8 Milliarden Euro schweren Kapitalerhöhung steckende Deutsche Bank büsste 2,2 Prozent ein; Anleger können die neuen Papiere noch bis zum Donnerstag zeichnen.

Oil- und Gaskonzerne , Chemiefirmen sowie Bergbau-Unternehmen legten dagegen teils merklich zu. Zu den grössten Gewinnern zählten der irische Baustoffkonzern CRH , der deutsche Chemieprimus BASF sowie der britisch-australische Rohstoff-Konzern Rito Tinto mit Zuwächsen von bis zu 1 Prozent./das/fbr

(AWP)