Aktien Europa: Autowerte wegen Conti-Gewinnwarnung schwach

Die europäischen Börsen haben am Mittwochvormittag leichte Kursgewinne verzeichnet. Nach der Erholung zu Wochenbeginn fehlten richtungsweisende Vorgaben. Die US-Börsen hatten am Dienstag zwar zugelegt. Die Aufwärtsbewegung fiel aber nicht überzeugend aus. "Die Wall Street war gestern zu schwach, um ein echtes Allzeithoch auszubilden", hiess es in einem Kommentar vom CMC Markets.
22.08.2018 12:06

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 gewann gegen Mittag 0,17 Prozent auf 3417,62 Punkte. In Paris rückte der Cac 40 ebenfalls um 0,17 Prozent vor und stieg damit auf 5417,90 Punkte. In London gewann der FTSE 100 zuletzt 0,13 Prozent auf 7575,28 Zähler.

Hinzu kamen die politischen Unsicherheiten in den USA. Der Ex-Anwalt von US-Präsident Donald Trump hatte am Abend ein Schuldbekenntnis abgelegt. "Damit dürfte sich der Druck auf Trump vor den Zwischenwahlen im November deutlich erhöhen", schrieb Marktanalyst Milan Cutkovic von AxiTrader.

Zudem steht die Veröffentlichung des Protokolls der vergangenen Zinssitzung der US-Notenbank an und die am Donnerstag beginnende internationale Notenbankkonferenz in Jackson Hole. "Unter anderem äussert sich hier der Fed-Vorsitzende Jerome Powell erstmals seit der auf seine Person gerichteten Kritik von US-Präsident Trump an der US-Geldpolitik", hiess es in einem Kommentar der Postbank.

Unter den einzelnen Branchen zeigte sich der Autosektor mit 2,3 Prozent Abschlag besonders schwach. Hier belastete eine Gewinnwarnung von Continental . Der Zulieferer hatte die Prognosen für das Gesamtjahr reduziert, was den gesamten Sektor nach unten zog.

Auch die Nahrungsmittelwerte schwächelten. Der Sektor verlor rund 0,6 Prozent. Laut der UBS zeigen Daten der Marktforschungsgesellschaft Nielsen, dass sich der US-Absatz von AB Inbev abgeschwächt hat. Die Aktie büsste 0,8 Prozent ein./mf/ck/jha/

(AWP)