Aktien Europa: Börsen schwächeln im impulsarmen Handel

Die Börsen Europas haben zum Wochenstart ihre moderaten Gewinne vom Freitag fast ausnahmslos wieder abgegeben. Insgesamt hielten sich die Anleger auch am Montag bedeckt und warteten ab, hiess es am Markt.
10.04.2017 11:09

Der EuroStoxx 50 fiel am Vormittag um 0,33 Prozent auf 3484,20 Punkte. Der CAC-40 -Index in Paris gab um 0,45 Prozent auf 5112,13 Punkte nach. Der FTSE 100 in London hielt sich hingegen mit plus 0,01 Prozent auf 7350,31 Punkte stabil.

Investment-Analyst Frank Klumpp von der LBBW verwies auf den dünnen Konjunkturdaten-Kalender. Nach den widersprüchlichen Signalen vom US-Arbeitsmarkt am Freitag könnte sich nun möglicherweise US-Notenbank-Chefin Janet Yellen an diesem Abend in Chicago darüber äussern. Ansonsten rücke allmählich die beginnende Bilanzsaison für das erste Quartal in den Blick. In Europa beginnt sie an diesem Abend mit den Umsatzzahlen des Luxuskonzerns LVMH .

Branchenseitig war der Nahrungsmittel- und Getränkesektor in Europa am wenigsten gefragt und gab um 0,79 Prozent nach. Aktien von Bergbaukonzernen hingegen zählten zu den Favoriten der Anleger. Die Rohstoffbranche stieg an der Spitze der 19 Subsektoren des Stoxx Europe 600 um 1,26 Prozent.

Im Leitindex der Eurozone gaben L'Oreal um 0,72 Prozent nach. Goldman Sachs hatte die Aktie von "Neutral" abgestuft und verwies auf das Risiko eines noch stärker wachsenden Wettbewerbsdrucks. US-Trendsetter Procter & Gamble könnte noch aggressiver vorgehen, um sein Umsatzwachstum wiederzubeleben, hiess es.

Die Anteilsscheine von Saint-Gobain verloren 0,82 Prozent, während in der Schweiz die Sika-Papiere um 0,57 Prozent zulegten. Der schweizerische Bauchemiekonzern legt Dienstag Umsatzzahlen zum ersten Quartal vor. Zudem rückte dessen Übernahme durch den französischen Wettbewerber erneut in den Blick und gewann an an Brisanz. Nachdem die "SonntagsZeitung" (SoZ) über mögliche Zweifel an dem Deal auf Seiten der Sika-Gründerfamilie Burkard berichtet hatte, folgte diese umgehend mit einer offiziellen Stellungnahme, in der sie derlei Überlegungen von sich weist. Die Absichten der Sika-Gründerfamilie würden in dem Bericht falsch dargestellt, hiess es.

In London rückten die Aktien von BHP Billiton in den Blick und legten an der "Footsie"-Spitze um 4,89 Prozent zu. Der Hedgefonds Elliott Management drängt den weltgrössten Bergbaukonzern dazu, sein 22 Milliarden US-Dollar schweres Ölgeschäft in den USA auszugliedern, seine Kapitalausschüttungen zu erhöhen und seine Unternehmensstruktur zu vereinheitlichen./ck/stb

(AWP)