Aktien Europa: EuroStoxx droht grösster Wochenverlust der Trump-Ära

Die anhaltenden Spannungen zwischen Nordkorea und den USA haben Europas Börsen am Freitag weiter ins Minus gedrückt. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rutschte erstmals seit März wieder unter 3'400 Punkte - gegen Mittag sackte er um 0,90 Prozent auf 3'402,72 Punkte ab. Damit steuert er auf den dritten Verlusttag in Folge sowie ein Wochenminus von knapp 3 Prozent zu - es wäre das grösste seit Anfang November, der Woche vor dem Wahlsieg von Donald Trump bei den US-Präsidentschaftswahlen.
11.08.2017 11:52

Den anderen europäischen Indizes erging es am Freitag nicht besser: Der französische CAC-40-Index fiel um weitere 1,19 Prozent auf 5'054,44 Punkte zurück und der britische FTSE 100 verlor 1,20 Prozent auf 7'300,91 Zähler.

Damit machten Investoren erneut einen grossen Bogen um Aktien. Sie setzten auf als sicher geltende Anlagen - etwa Anleihen von Staaten mit hoher Bonität wie zum Beispiel Deutschland oder die klassischen Krisenwährungen japanischer Yen und Schweizer Franken.

Aus Branchensicht gab es an Europas Börsen nur Verlierer. Vor allem die Aktien der Rohstoffunternehmen gerieten wie schon am Vortag unter die Räder: Deren Subindex im marktbreiten Stoxx Europe 600 büsste 3,18 Prozent ein. Die Indizes der Versicherer und Banken verloren 1,78 beziehungsweise 1,46 Prozent. Bei der Deutschen Bank sorgte das schwindende Vertrauen der Analysten in die geschäftliche Wende für deutliche Kursverluste.

Am besten hielten sich neben Chemiewerten noch die Aktien der als krisenresistent geltenden Nahrungsmittel- und Getränkefirmen, Konsumgüterhersteller, Pharmaindustrie und Energieversorger: Deren Subindizes gaben jeweils um weniger als ein halbes Prozent nach.

gl/fbr

(AWP)