Aktien Europa: EuroStoxx legt zu - Optimismus mit Blick auf Frankreich-Wahl

Europas Aktienmärkte haben am Dienstag wieder etwas Kraft geschöpft. Nachdem die wichtigsten Indizes zu Wochenbeginn noch geschwächelt hatten, sorgte nun der Optimismus der Anleger mit Blick auf die französische Präsidentschaftswahl für überwiegend gute Laune. Hinzu kamen Kursgewinne bei Bankaktien.
21.03.2017 10:55

Für den EuroStoxx 50 ging es am späteren Vormittag um 0,31 Prozent auf 3448,06 Punkte nach oben. In Frankreich stieg der Pariser CAC-40 zuletzt um 0,26 Prozent auf 5025,40 Punkte. Beide Indizes kratzen damit an ihren jeweiligen Jahreshochs. In Grossbritannien hingegen trat der FTSE 100 mit minus 0,07 Prozent bei 7424,60 Punkten nahezu auf der Stelle.

Europaweit war die Sorge vor einem Wahlsieg der Kandidatin des rechtspopulistischen Front National, Marine Le Pen, bei der französischen Präsidentschaftswahl etwas gedämpft worden. Aus der ersten von drei Fernsehdebatten mit den fünf führenden Kandidaten am Montagabend ging Emmanuel Macron laut einer Onlineumfrage des Meinungsforschungsinstituts Elabe als Sieger hervor.

Unter den Einzelwerten ragten Bankaktien mit einem Gewinn von 0,88 Prozent heraus. Der positive Start der Kapitalerhöhung bei der Deutschen Bank hatte die Stimmung der Anleger mit Blick auf die gesamte Branche aufgehellt. Damit zogen die Anteilsscheine von BNP Paribas , Societe Generale und Intesa Sanpaolo im EuroStoxx zwischen rund 1,5 und gut 2 Prozent an. Im "Footsie" hatten die Papiere von Barclays mit einem Plus von knapp 1,5 Prozent die Nase vorn.

Minenwerte hingegen gehörten mit einem Verlust von 0,34 Prozent zu den Schlusslichtern in der europäischen Branchenübersicht. Börsianer verwiesen als Belastung auf den Rückgang der Kupferpreise.

In Amsterdam stiegen die Aktien des niederländischen Farben- und Chemikalienkonzerns Akzo Nobel um mehr als 3 Prozent. Der US-Konkurrent PPG Industries plane ein neues Übernahmeangebot, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Anfang März hatte Akzo Nobel eine erste Offerte als substanziell zu niedrig zurückgewiesen. Der Kurs war seinerzeit um rund 13 Prozent angesprungen./la/fbr

(AWP)