Aktien Europa: EuroStoxx macht seine Vortagsverluste wett

Die europäischen Börsen haben ihren jüngsten Zick-Zack-Kurs am Mittwoch mit moderaten Gewinnen fortgesetzt. Der EuroStoxx 50 stieg am späten Vormittag um 0,58 Prozent auf 3484,64 Punkte und glich so seine Verluste vom Vortag wieder mehr als aus. Seit fast zwei Wochen schon bewegt sich der Leitindex der Eurozone nun in einem Kanal zwischen 3440 und 3490 Zählern.
12.07.2017 12:02

Positiv wirkte es sich zur Wochenmitte aus, dass sich die Indizes an der Wall Street am Vorabend nach dem europäischen Handelsschluss noch von ihren frühen Verlusten erholen konnten. Anleger warten nun gespannt auf Neuigkeiten zur US-Zinspolitik, die es am Mittwoch bei einem Auftritt von Janet Yellen geben könnte. Die Chef-Währungshüterin der Vereinigten Staaten erscheint dort später zu einer Anhörung vor dem Kongress.

Der französische Leitindex CAC-40 rückte um 0,77 Prozent auf 5180,29 Zähler vor. Der Londoner FTSE 100 stieg um 0,80 Prozent auf 7388,34 Punkte; Experten zufolge wirkte es sich dort stützend aus, dass sich Notenbank-Offizielle vorerst weiter gegen eine Zinserhöhung stark machen. Führend in London waren die dort schwer gewichteten Minenwerte: Antofagasta lag mit 3 Prozent Plus an der Spitze des "Footsie".

Auf gesamteuropäischer Bühne wurde der Markt vor allem von Automobil- und Ölaktien gestützt, deren Teilindizes um 1 Prozent und mehr stiegen. Während Autowerte damit ihren freundlichen Branchentrend der letzten Tage fortsetzten, folgten Ölwerte dem gestiegenen Ölpreis: Eni gehörten im EuroStoxx sowie BP und Shell im britischen FTSE mit Gewinnen von mindestens 1,5 Prozent zu den besten Werten.

Unter den Nebenwerten im Ölsektor machten Premier Oil in London einen Satz nach oben um etwa ein Viertel. Ein Konsortium, zu dem das Unternehmen gehört, hatte zuvor die Entdeckung von Ölvorräten im Golf von Mexiko vermeldet. Positiv erging es in Grossbritannien auch den Burberry-Aktien . Die Papiere des Luxusgüterkonzerns rückten nach besser als erwarteten Umsatzzahlen um mehr als 2 Prozent vor.

Der Mediensektor dagegen setzte seine jüngste Talfahrt fort. Titel des Bildungsverlags Pearson gaben hier weiterhin eine negative Richtung vor: Nach ihren deutlichen Verlusten vom Vortag, als sich Anleger angesichts des Verkaufs von Anteilen an der Verlagsgruppe Penguin Random House enttäuscht von der Dividendenpolitik zeigten, sackten sie in London nochmals um etwa 5 Prozent ab. Analysten äusserten sich nun vermehrt negativ zur Aktie: Panmure Research etwa empfiehlt sie zum Verkauf./tih/das

(AWP)