Aktien Europa: Gute Konjunkturdaten stützen - HSBC aber belastet den 'Footsie'

Europas Aktienmärkte sind nach dem ruhigen Wochenbeginn am Dienstag etwas in Schwung gekommen. Auslöser dafür waren überraschend positive Stimmungsdaten aus der deutschen Industrie und der Dienstleistungsbranche.
21.02.2017 10:51

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte am Vormittag um 0,22 Prozent auf 3319,71 Punkte zu. In Paris rückte der CAC 40 um 0,13 Prozent auf 4871,32 Punkte vor. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") hingegen gab um 0,25 Prozent auf 7281,43 Punkte nach.

In London ragten die Aktien von HSBC mit einem Minus von mehr als 6 Prozent negativ heraus. Damit waren sie der schwächste Wert im "Footsie". Politische Wirrungen, der Konzernumbau und andere Sonderfaktoren drückten die Grossbank zum Jahresende unerwartet tief in die roten Zahlen. Analyst Jason Napier von der Bank UBS rechnet nun angesichts des "schwachen Gewinntrends" mit sinkenden Markterwartungen.

Die Resultate der HSBC zogen auch andere Branchenwerte mit nach unten. Die Papiere von Standard Chartered etwa fielen um mehr als 1 Prozent.

Aktien der Bergbaukonzerne entwickelten sich zuletzt in unterschiedliche Richtungen. So legten die Papiere von BHP Billiton um gut 0,5 Prozent zu. Das Unternehmen ist dank wieder stark gestiegener Rohstoffpreise und des in der Krise eingeleiteten Sparkurses profitabel.

Die Anteilsscheine von Anglo American hingegen konnten sich nicht im Plus halten und notierten zuletzt 0,77 Prozent tiefer. Der britisch-südafrikanische Bergbaukonzern erholt sich nach seiner schweren Krise wieder. Eine Dividende aber soll es erst Ende 2017 wieder geben.

Derweil hatten Autowerte in der Branchenübersicht mit plus 1,08 Prozent die Nase vorn. Sie profitierten vom weiter fallenden Euro , der Exporte in Länder ausserhalb der Eurozone erleichtern kann. Die europäische Gemeinschaftswährung wiederum wurde von der Aussicht auf eine eventuell schon bald bevorstehende Leitzinserhöhung in den USA belastet, was den US-Dollar stärkte./la/das

(AWP)