Aktien Europa: Kleines Plus - abgesagte Übernahme durch Heinz belastet Unilever

Dank grüner Ampeln für die Börsen in den USA und Asien haben am Montag auch Europas Aktienmärkte wieder etwas Fahrt aufgenommen. Insgesamt dürfte der Wochenauftakt aber eher ruhig verlaufen, die Auftaktgewinne bröckelten bereits leicht ab. An diesem Tag gibt es nur wenig wichtige Unternehmensnachrichten, Konjunkturdaten sind ebenfalls Mangelware und die Wall Street bleibt wegen des Feiertags "Washington's Birthday" geschlossen.
20.02.2017 11:20

Für den EuroStoxx 50 ging es am späteren Vormittag um 0,22 Prozent auf 3'315,94 Punkte nach oben. In Frankreich stieg der Pariser CAC-40 zuletzt nur noch um 0,12 Prozent auf 4'873,66 Punkte. In Grossbritannien gab der FTSE 100 seine Gewinne wieder komplett ab und trat mit minus 0,01 Prozent bei 7'298,77 Punkten auf der Stelle.

Branchenweit betrachtet waren Telekomaktien besonders gefragt, während Aktien aus dem Bereich Konsum- und Haushaltsgüter Schlusslicht waren. Den letztgenannten Sektor belasteten vor allem die Kursverluste von Unilever. Im britischen "Footsie" sowie auch im Leitindex der Eurozone büssten die Titel des britisch-niederländischen Konsumgüterherstellers 6,5 Prozent ein.

Der US-Lebensmittelriese Kraft Heinz hatte sein milliardenschweres Übernahmeangebot nach nur zwei Tagen wieder zurückgezogen. Die 143 Milliarden Dollar (134 Mrd Euro) schwere Offerte vom Freitag ist damit bereits wieder vom Tisch. Der Produzent von Dove-Seife oder auch Lipton-Tee hatte das Gebot als unzureichend zurückgewiesen.

Die Papiere der Royal Bank of Scotland (RBS) nahmen in London hingegen den Spitzenplatz ein mit plus 5,61 Prozent. Die im Zuge der Finanzkrise teilverstaatlichte Bank hatte am Freitagabend mitgeteilt, sie wolle auf den geplanten Verkauf der Filialbank-Tochter Williams & Glyn verzichten.

Weiter abwärts ging es hingegen im Cac 40 für die Aktien von PSA Peugeot mit 1,46 Prozent. Bereits am Freitag hatten sie knapp 2,5 Prozent eingebüsst. Für die Investoren dreht sich momentan alles um das Interesse des französischen Autobauers an den europäischen GM-Töchtern Opel und Vauxhall.

In der Schweiz gewannen die UBS -Titel 1,45 Prozent und gehörten damit zu den Spitzenwerten im SMI . Die Schweizer Bank stösst die Dienstleistungen in der Fondsadministration in Luxemburg und in der Schweiz an Northern Trust Corporation ab. Der Abschluss der Transaktion werde für die zweite Jahreshälfte 2017 erwartet, vorbehaltlich der Genehmigungen durch Aufsichtsbehörden und Verwaltungsräte der Fonds. Finanzielle Details wurden keine genannt./ck/fbr

(AWP)