Aktien Europa Schluss: Anleger ziehen sich zur Osterpause zurück

Vor dem langen Osterwochenende haben die Anleger ihr Engagement in europäischen Aktien etwas zurückgefahren. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor am Gründonnerstag 0,58 Prozent auf 3448,26 Punkte. In der Vorwoche hatte er mit 3508 Punkten noch das höchste Niveau seit Ende 2015 erreicht.
13.04.2017 18:27

Der französische CAC-40-Index sank um 0,59 Prozent auf 5071,10 Punkte und der britische FTSE 100 büsste 0,29 Prozent ein auf 7327,59 Punkte. Er hatte Mitte März bei 7447 Punkten ein Rekordhoch erreicht.

Die Nervosität der Anleger bleibt auf dem höchsten Niveau seit Dezember - im Nachklapp der US-Präsidentschaftswahlen. Dies zeigt der als Angstbarometer bekannte VStoxx, der die am Terminmarkt eingepreisten Schwankungsbreiten anzeigt. Gründe gibt es mit dem am 23. April stattfindenden ersten Gang der wichtigen Präsidentschaftswahl in Frankreich, der Konfrontation zwischen den USA und Russland in Syrien oder der drohenden Eskalation im Konflikt mit Nordkorea genügend. Nach mehreren Raketentests befürchten Beobachter, dass das weitgehend isolierte Land einen neuen Atomwaffentest unternehmen könnte - möglicherweise sogar zum 105. Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung am Samstag.

Zu den grössten Verlierern zählten die Banken , auch wenn sich in den USA JPMorgan und Citigroup mit ihren Quartalsergebnissen als Profiteure der unsicheren Zeiten erwiesen hatten. Papiere von Societe Generale waren mit minus 2,5 Prozent Schlusslicht im EuroStoxx. Die Experten der Deutschen Bank geben mit Blick auf die Berichtssaison den Papieren von BNP und Credit Agricole den Vorzug.

Weitgehend links liegen liessen die Anleger auch Energiewerte . Gefragt waren derweil - abgesehen von sehr schwachen Lufthansa-Papieren - Werte aus der Tourismus- und Freizeitbranche .

Wie die Lufthansa-Papiere belastete auch Air France-KLM eine Platzierung: Der Finanzinvestor Infinite Miles trennte sich informierten Kreisen zufolge von seinen Beteiligungen. Die Anteilscheine des französisch-niederländischen Konzerns sanken wie die der Deutschen um über 3 Prozent.

In London kletterten die Papiere von AB Foods derweil um mehr als 3,5 Prozent nach oben. Sie profitierten von einer frisch ausgesprochenen Kaufempfehlung des Analysehauses Jefferies, das starke Zahlen von dem Nahrungsmittelhersteller erwartet./ag/he

(AWP)