Aktien Europa Schluss: Erholung nach dreitägiger Verlustserie

Europas wichtigste Aktienmärkte haben am Donnerstag vor der Abstimmung über die Abschaffung der US-Gesundheitsreforrm merklich zugelegt. Der Aufwärtstrend sei trotz der jüngsten Kursrückschläge intakt, stellte ein Börsianer fest.
23.03.2017 18:12

Der EuroStoxx 50 beendete eine dreitägige Verlustserie und schloss mit einem satten Plus von 0,92 Prozent bei 3452,18 Punkten. Der Pariser CAC-40 überwand wieder die Marke von 5000 Punkten und gewann letztlich 0,76 Prozent auf 5032,76 Punkte. Der britische FTSE-100-Index stieg unter dem Eindruck des Terroranschlags in London vom Vortag um moderatere 0,22 Prozent auf 7340,71 Punkte.

Zuletzt hatten Zweifel an der Umsetzbarkeit der Wahlversprechen des neuen US-Präsidenten Donald Trump in puncto Bankenregulierung und hoher Infrastrukturausgaben für Ernüchterung an den Märkten gesorgt. Nun warteten die Anleger Händlern zufolge, ob wenigstens die Abstimmung im Repräsentantenhaus über die von Trump angestrebte Aufhebung der Gesundheitsreform seines Vorgängers Obama wie geplant verläuft. Das Ergebnis ist noch unklar, weil einige Republikaner dagegen stimmen könnten.

Aus Branchensicht waren die Papiere von Bergbau-Unternehmen mit einem Verlust von 0,6 Prozent Schlusslicht in Europa und einziger Sektor im Minus. Die europäischen Einzelhandelswerte gehörten mit plus 1,7 Prozent hingegen zu den attraktivsten Aktien. Dabei sorgten Next-Aktien mit einem Kurssprung von gut 8 Prozent an der FTSE-Spitze für Begeisterung: Die Modekette hatte trotz des schwierigen Umfelds ihre Unternehmensziele bekräftigt. Im Kielwasser von Next zogen die Papiere des Wettbewerbers Marks & Spencer um 3,8 Prozent an. Die Titel des weltgrössten Bekleidungskonzerns Inditex verteuerten sich an der EuroStoxx-Spitze um mehr als 2 Prozent.

Die Anteilsscheine der Credit Suisse (CS) sackten um nahezu 2 Prozent ab. Die Grossbank erwägt Kreisen zufolge die Herausgabe neuer Aktien im Umfang von 3 Milliarden Franken, was rund 10 Prozent des Marktwertes der entspräche. Damit wolle die Grossbank ihre Kapitalbasis stärken, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Donnerstag unter Berufung auf gut unterrichtete Kreise./edh/das

(AWP)