Aktien Europa Schluss: EuroStoxx legt zu - Yellen-Aussagen hallen nach

Der EuroStoxx 50 hat seinen jüngsten Erholungskurs am Donnerstag gebremst fortgesetzt. Der Markt profitierte wie schon am Vortag weiter von den Aussagen der US-Notenbankchefin Janet Yellen. Das von ihr in Aussicht gestellte behutsame Vorgehen bei weiteren Leitzinsanhebungen hatte am Mittwoch schon den Märkten nach oben verholfen und den US-Leitindex Dow Jones Industrial letztlich auf ein Rekordhoch gehievt. Experten werteten ihre Worte als Signal gegen einen steilen geldpolitischen Straffungskurs, der Aktien in der Theorie weniger attraktiv gemacht hätte.
13.07.2017 18:24

Der EuroStoxx schloss 0,36 Prozent höher bei 3527,83 Punkten, nachdem er zwischenzeitlich den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht hatte. Der Leitindex der Eurozone setzte sich damit oberhalb der Marke von 3500 Punkten ab, unter die er Ende Juni gerutscht war.

Der französische Leitindex CAC-40 rückte um 0,25 Prozent auf 5235,40 Zähler vor. Der Londoner FTSE 100 ("Footsie") jedoch bewegte sich mit minus 0,05 Prozent auf 7413,44 Punkte kaum vom Fleck. Freundliche und stark gewichtete Minenwerte verhinderten grössere Verluste beim britischen Leitindex.

Belastet wurde der "Footsie" zudem von einem Kursrutsch um rund 3,5 Prozent bei den Aktien des Pharmakonzerns Astrazeneca . Für Aufregung sorgten hier Medienspekulationen über einen möglichen Wechsel des Vorstandschefs Pascal Soriot zum Rivalen Teva . Citigroup-Analyst Andrew Baum stellte die Glaubwürdigkeit der Berichte in Frage - unter anderem wegen des Zeitpunktes des Wechsels.

Führend in der Sektorwertung waren derweil die Telekomwerte , deren Teilindex im marktbreiten Stoxx-600-Index um knapp 1,5 Prozent stieg. Branchenbester waren hier die Aktien der britischen BT Group mit knapp 4 Prozent Plus. Orange und Telefonica waren im EuroStoxx mit 1,63 Prozent beziehungsweise run 2 Prozent unter den grössten Gewinnern.

In Paris zogen die Papiere von ArcelorMittal an der CAC-40-Spitze um gut 2 Prozent an, nachdem sie von der Deutschen Bank zum Kauf empfohlen worden waren. Laut Analyst Bastian Synagowitz werde bei dem Stahlkonzern das zyklische Aufwärtspotenzial unterschätzt. Bei den "attraktiv bewerteten" Anteilsscheinen hält er sogar eine Kursverdopplung für denkbar./la/mis

(AWP)