Aktien Europa Schluss: Gewinne - EuroStoxx mit starker Monatsbilanz

Der EuroStoxx50 hat am Freitag an seine jüngsten Gewinne angeknüpft und damit auch auf Monatssicht ausgesprochen erfolgreich abgeschnitten. Der Leitindex der Eurozone rückte in einem international freundlichen Börsenumfeld zum Handelsende um 0,88 Prozent auf 3'594,85 Punkte vor. Die September-Bilanz fällt mit einem Plus von gut 5 Prozent ungewöhnlich positiv aus, zählt dieser Monat doch üblicherweise zu den schwächeren des Jahres. Im dritten Quartal war die Entwicklung ähnlich positiv.
29.09.2017 18:47

In Paris legte der CAC-40 um 0,68 Prozent auf 5'329,81 Punkte zu. In London ging es für den FTSE 100 ebenfalls um 0,68 Prozent hoch auf 7'372,76 Zähler. Hier stützte die Schwäche des britischen Pfunds, die den Exporteuren das Leben erleichtern kann.

Vor dem am Sonntag geplanten Referendum Kataloniens über die Unabhängigkeit von Spanien gewann in Madrid der Leitindex Ibex 35 0,51 Prozent auf 10'381,50 Punkte.

Aus Branchensicht setzten sich die Medienwerte mit plus 1,03 Prozent an die Spitze der europäischen Sektorübersicht. Die Papiere von Vivendi waren mit plus 2,91 Prozent auf 21,42 Euro der beste Wert im EuroStoxx. Die Schweizer Bank Credit Suisse hatte sie gleich um zwei Stufen von "Underperform" auf "Outperform" hochgestuft und das Kursziel von 17,50 auf 23,40 Euro angehoben. Die Anleger unterschätzten die guten Wachstumschancen der Musiksparte UMG in den Schwellenländern allgemein und in China im Besonderen, schrieb Analystin Sophie Bell.

Die Volkswagen-Vorzüge gaben im Gegensatz zum freundlichen Trend im Autosektor um 0,25 Prozent nach, womit sie unter den schwächsten Werten im europäischen Leitindex waren. Etwas auf die Stimmung drückte, dass das Dieseldesaster in den USA dem Konzern weiter teuer zu stehen kommt: Weil der Rückruf der von den Abgasmanipulationen betroffenen 2-Liter-Dieselmotoren nicht so rund läuft wie gedacht, müssen die Wolfsburger weitere Milliarden auf die Seite legen.

Zum Börsendebüt des Computerspiele-Entwicklers Rovio schlossen dessen Aktien in Helsinki exakt auf dem Ausgabekurs von 11,50 Euro. In der Spitze waren die Papiere des "Angry Birds"-Erfinders bis auf 12,34 Euro gestiegen. Der erste Kurs hatte bei 12,00 Euro gelegen./ajx/tos

(AWP)