Aktien Europa Schluss: Kaum Bewegung - Pharmabranche ragt heraus

Europas Börsen haben auch am Donnerstag keine klare Richtung eingeschlagen. Nach der Stabilisierung der Ölpreise schloss der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 mit plus 0,04 Prozent nahezu unverändert auf 3'555,76 Punkten.
22.06.2017 18:35

Der französische CAC-40 -Index verbesserte sich um 0,15 Prozent auf 5'281,93 Punkte, während es in London für den FTSE 100 um 0,11 Prozent abwärts ging auf 7'439,29 Punkte.

Die Ölpreise konnten am Donnerstag nach der erneuten Talfahrt vom Vortag wieder zulegen. Zur Wochenmitte war der Preis für Brent-Öl erstmals seit vergangenem November unter die Marke von 45 Dollar gefallen. Dies hatte auch an den Aktienmärkten für Unruhe gesorgt.

Deutliche Bewegung kam in die Pharmabranche, die den anderen Sektoren davon eilte. Die gute Stimmung kam aus den USA, wo nach wochenlangen geheimen Beratungen nun im Senat der Entwurf der Republikaner für eine neue Gesundheitsreform auf den Tisch kam. Die Vorlage wurde mit grosser Spannung beobachtet, nachdem das Abgeordnetenhaus bereits Anfang Mai einen stark umstrittenen eigenen Entwurf verabschiedet hatte. Das Gesetz soll die als "Obamacare" bekannte Gesundheitsreform von Präsident Donald Trumps Vorgänger Barack Obama ablösen.

Besonders gefragt waren die Papiere von Novartis mit knapp 5 Prozent Kursplus. Die Schweizer konnten einen weiteren Erfolg in seiner Forschungs-Pipeline verbuchen: Der Produktkandidat ACZ885 (Canakinumab) zur Behandlung von Herzkranzarterien-Erkrankungen erreichte die gesteckten Ziele bei Patienten, die eine Herzattacke hatten.

Sanofi sicherten sich mit 2,4 Prozent Kursgewinn nach einer positiven Studie von JPMorgan die EuroStoxx-Spitze. Analyst Richard Vosser hatte seine Prognosen für das Hautmittel Dupixent um mehr als das Doppelte angehoben und seine Gewinnschätzungen erhöht. Shire waren nach guten Nachrichten zu ihrem Mittel Veyvondi mit plus 3,7 Prozent Favorit im FTSE 100.

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(AWP)