Aktien Europa Schluss: Kaum Reaktionen auf politische Entwicklungen

Die aktuellen politischen Entwicklungen haben die Anleger an den wichtigsten europäischen Aktienmärkten zum Wochenauftakt weitgehend kalt gelassen. Weder der Rechtsruck bei der Parlamentswahl in Österreich noch die ausweichende Antwort des katalanischen Regierungschefs Carles Puigdemont auf die ultimative Frage nach der erklärten Unabhängigkeit Kataloniens sorgten für grössere Verunsicherung.
16.10.2017 18:33

Der Eurostoxx 50 gewann am Montag letztlich 0,05 Prozent auf 3606,27 Punkte, nachdem er bereits in der Vorwoche kaum vom Fleck gekommen war. Für den französischen CAC-40 ging es um 0,21 Prozent auf 5362,88 Zähler nach oben. Der britische FTSE 100 sank hingegen um 0,11 Prozent auf 7526,97 Punkte.

Spanische Aktien litten jedoch unter der seit Wochen anhaltenden Ungewissheit um die Zukunft Kataloniens. Der Leitindex Ibex 35 fiel um 0,75 Prozent. Die Aktien von Telefonica und BBVA waren mit Verlusten von jeweils 1,75 Prozent die beiden grössten Verlierer im EuroStoxx 50. Ihnen folgten die Papiere des spanischen Energiekonzerns Iberdrola mit minus 1,36 Prozent.

Zu den grössten Kursgewinnern gehörten zahlreiche Aktien aus dem Bergbausektor. Antofagasta kletterten um 1,87 Prozent, Glencore um 1,54 Prozent und BHP Billiton um 1,43 Prozent. Händler begründeten die Rally mit besseren Preisaussichten für Industrie-Rohstoffe.

Im erweiterten Energiesektor sorgte der Windturbinenhersteller Siemens Gamesa mit einer Gewinnwarnung für Aufsehen. Die Titel des Gemeinschaftsunternehmens sackten im Madrid um 6,30 Prozent ab und zogen auch die Titel des Konkurrenten Vestas mit minus 3,49 Prozent in Mitleidenschaft./edh/he

(AWP)