Aktien Europa Schluss: Mehrheitlich moderate Verluste

Die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten haben sich am Dienstag im vorösterlich ruhigen Handel mit Käufen zurückgehalten und sorgten für überwiegend leichte Einbussen. Als Belastungsfaktoren machten Börsianer die schwächere Eröffnung an der Wall Street und den anziehenden Eurokurs aus. Auch geopolitische Krisenherde wie Syrien oder Nordkorea rückten in den Fokus.
11.04.2017 18:38

Der EuroStoxx 50 endete am Dienstag mit einem Minus von 0,30 Prozent bei 3470,04 Punkten. Der CAC-40-Index in Paris sank um 0,11 Prozent auf 5101,86 Punkte. Der FTSE 100 in London legte hingegen um 0,23 Prozent auf 7365,50 Punkte zu und blieb damit in der Nähe seines Rekordhochs, das er vor rund drei Wochen bei knapp unter 7430 Punkten erreicht hatte.

Steigende Metallpreise sorgten für leichte Kursgewinne im Bergbausektor . Dagegen schwächelte der Technologiesektor , der um 1,24 Prozent nachgab. Der Kurseinbruch beim Apple-Zulieferer Dialog Semiconductor lastete auf der Stimmung. Die Aktie war zwischenzeitlich um mehr als ein Drittel abgesackt. Auslöser war eine Studie des Bankhauses Lampe, wonach sich Apple unabhängiger vom deutschen Halbleiterunternehmen machen könnte.

Innerhalb der Konsumgüterbranche legten vor allem die Aktien des Luxuskonzerns LVMH zu, der mit seinen Umsatzzahlen die Bilanzsaison in Europa eröffnete. Die Analysten von Goldman Sachs und der Credit Suisse lobten die starken Erlöse im ersten Quartal, die in allen Bereichen die Erwartungen übertroffen hätten. Die LVMH-Aktie stieg um 0,55 Prozent. Zeitweise hatte sie um mehr als 2 Prozent zugelegt, doch letztlich schlug der vorsichtige Ausblick auf die Stimmung. Der derzeit positive Trend könne nicht auf das Gesamtjahr fortgeschrieben werden, hatte LVMH gewarnt.

Givaudan-Aktien hielten sich mit plus 3,8 Prozent an der Spitze des schweizerischen Leitindex SMI . Auch der Genfer Aromen- und Duftstoff-Hersteller war stark ins neue Jahr gestartet./edh/he

(AWP)