Aktien Europa Schluss: Nach Vortagesschwäche auf Erholungskurs

Europas Börsen haben sich zur Wochenmitte von ihrem Rückschlag am Dienstag wieder etwas erholt und zugelegt. Tags zuvor hatte ein starker Euro die Kurse unter Druck gesetzt. Der geriet nun selbst wieder unter Druck und sorgte für Entspannung. Zudem stützten erfreuliche Bau- und Rohöldaten aus den USA, die den S&P 500 und die Nasdaq-Börsen auf Rekordhöhen trieben.
19.07.2017 18:37

Der EuroStoxx 50 legte am Mittwoch um 0,62 Prozent auf 3500,27 Punkte zu, nachdem der Leitindex der Eurozone tags zuvor rund 1 Prozent eingebüsst hatte. Der französische CAC-40-Index gewann zur Wochenmitte 0,83 Prozent auf 5216,07 Punkte und der Londoner FTSE 100 rückte um 0,55 Prozent auf 7430,91 Zähler vor. Der Eurokurs, der am Vortag bis auf 1,1583 US-Dollar gestiegen war, lag zuletzt bei 1,1514 Dollar.

Bereits im Blick steht auch schon die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die EZB dürfte sich laut Marktanalyst Milan Cutkovic vom Handelshaus AxiTraderetwas optimistischer zeigen. Er erwartet, dass sie signalisieren wird, dass ein Ende der konjunkturstützenden Geldpolitik "nicht mehr allzu weit entfernt ist".

Ansonsten ging die Berichtssaison in eine neue Runde. Dank eines weiter schwungvoll gelaufenen Geschäfts hatte der niederländische Chipausrüster ASML im zweiten Quartal mehr verdient als ein Jahr zuvor. Abermals, so schrieb Analyst Thomas Becker von der Commerzbank, habe ASML die Erwartungen übertroffen. Die Aktien zogen an der Spitze des EuroStoxx um 5,79 Prozent an.

Die Anteile an Volvo büssten in Stockholm zeitweise fast 8 Prozent ein und gingen letztlich mit minus 3,44 Prozent aus dem Handel. Börsianer sprachen zwar von insgesamt guten Zahlen des Nutzfahrzeugherstellers, verwiesen aber auf den schwächelnden Markt in Nordamerika.

In London legten die Anteilsscheine von Reckitt Benckiser um 1,60 Prozent zu. Der Konsumgüterkonzern zieht einen Schlussstrich unter das Kapitel Lebensmittel. Für 4,2 Milliarden Dollar soll der US-Konzern McCormick das Geschäft übernehmen.

Unter den insgesamt 19 Branchen gab es an diesem Tag keine Verlierer. Der Sektor der Technologiewerte hatte mit plus 2,12 Prozent die Nase vorn. Sie folgten damit der guten Stimmung für Tech-Werte in den USA. Der Bausektor als Schlusslicht legte um 0,31 Prozent zu./ck/he

(AWP)