Aktien Europa Schluss: Raus aus dem Krisenmodus

Signale einer weiteren Entspannung im Konflikt um Nordkorea sowie der nachgebende Eurokurs haben Europas wichtigste Aktienmärkte auch am Dienstag nach oben befördert. Der EuroStoxx50 schloss mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 3461,91 Punkten. Der französische Cac-40-Index gewann 0,36 Prozent auf 5140,25 Punkte. Der britische FTSE 100 rückte um 0,41 Prozent auf 7383,85 Zähler vor.
15.08.2017 18:35

Der Euro geriet erneut unter Druck, nachdem robuste US-Konjunkturdaten dem US-Dollar Auftrieb verliehen und den Euro im Gegenzug belastet hatten. Zeitweise rutschte der Kurs die Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,17 Dollar, nachdem er am Vortag noch fast anderthalb Cents höher gehandelt wurde.

Unterdessen stellte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un seine Pläne für einen Angriff auf die US-Pazifikinsel Guam vorerst zurück. Experten werten dies als Versuch, die angespannte Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu entschärfen.

Airline-Aktien reagierten am Dienstag sehr positiv auf die voraussichtliche Konsolidierung der europäischen Passagierflugbranche. So stiegen die Papiere der Billigflieger Easyjet und Ryanair um 4,5 beziehungsweise 3,3 Prozent, jene von Air France-KLM um knapp 4 Prozent. Auslöser der Sektorrally war die Bekanntgabe des Insolvenzantrags der schon seit längerem schwer angeschlagenen Fluggesellschaft Air Berlin . Dies führte zu Spekulationen, wonach sich einige grosse Fluggesellschaften des Kontinents günstig Unternehmensteile sowie Start- und Landerechte von Air Berlin sichern könnten.

Danone-Aktien profitierten von der Aussicht auf den Einstieg eines US-Investors beim Nahrungsmittelkonzern. Der als aktivistisch geltende Investor Corvex Management habe einen Anteil im Wert von 400 Millionen Dollar an Danone aufgebaut, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Mit einem Plus von 1 Prozent gehörten die Danone-Anteilsscheine zu den attraktivsten Werten im EuroStoxx 50. Im Fahrwasser von Danone gewannen die Kurse der Wettbewerber Diageo , Unilever PLC und Imperial Brands zwischen 2,1 und 1,3 Prozent./edh/men

(AWP)