Aktien Europa Schluss: Steigender Eurokurs dämpft Börseneuphorie

Die europäischen Börsen sind nach ihrem Kurssprung am Freitag wenig verändert in die neue Woche gestartet. Der wieder steigende Eurokurs erwies sich am Montag einmal mehr als Bremsklotz. Eine starke Währung kann Export-Güter verteuern und auf die Aktien exportorientierter Unternehmen drücken.
07.08.2017 18:22

Der EuroStoxx 50 ging 0,05 Prozent tiefer bei 3505,80 Punkten aus dem Handel. Am Freitag war der Leitindex der Eurozone noch nach starken US-Arbeitsmarktdaten um etwas mehr als 1 Prozent gestiegen.

Der CAC-40 in Paris legte am Montag um 0,09 Prozent auf 5207,89 Zähler zu. Für den britischen FTSE 100 ("Footsie") ging es um 0,27 Prozent auf 7531,94 Punkte nach oben. Das Pfund blieb im Vergleich zum US-Dollar schwach.

Erneut standen die Währungsentwicklungen im Fokus. Nachdem der Dollarkurs am Freitag mit einem sehr deutlichen Anstieg auf die überwiegend positiv ausgefallenen Jobdaten aus den Vereinigten Staaten reagiert und damit den Euro unter Druck gebracht hatte, setzte die Gemeinschaftswährung nun zu einer leichten Gegenbewegung an. Nachdem sie am Freitag noch teils deutlich unter 1,18 US-Dollar gesunken war, stieg sie am Morgen zeitweise bis auf 1,1814 Dollar. Zuletzt sank sie wieder auf 1,1787 Dollar.

Derweil hatte sich die Anlegerstimmung im Euroraum im August das zweite Mal in Folge eingetrübt, allerdings von einem hohen Niveau aus. Auch nach den jüngsten Rückgängen bewegt sich der entsprechende Indikator weiterhin nahe seines zehnjährigen Höchststandes.

Unter den Branchen Europas stachen die Metall- und Minenwerte mit einem Plus von 1,68 Prozent hervor. Chefanalyst Mike van Dulken vom Handelshaus Accendo Markets verwies auf die Rally der Eisenerz-Preise wegen Sorgen über das Angebot an Eisenerz im Winter. Das trieb neben ArcelorMittal , die an der CAC-40-Spitze um 4,67 Prozent stiegen, unter anderem auch die Aktien der in London notierten Bergbauwerte hoch. Rio Tinto , BHP Billiton und Glencore legten jeweils um mehr als 2 Prozent zu. Die Anteilscheine von Anglo American zogen an der Spitze des FTSE 100 um mehr als 3 Prozent an.

Die Papiere des Wettanbieters Paddy Power Betfair hingegen büssten in London 4,67 Prozent ein und waren damit das Schlusslicht im britischen Leitindex. Sie litten vor allem darunter, dass der Chef Breon Corcoran durch Worldpay-Chef Peter Jackson ersetzt wird. Die Worldpay-Papiere gewannen rund 1,5 Prozent.

Die Anteilscheine der niederländischen PostNL verloren rund 5 Prozent. Der Logistikkonzern hatte in Aussicht gestellt, dass das operative Ergebnis in diesem Jahr wohl eher des untere Ende der zuvor ausgegeben Spanne erreichen dürfte./la/he

(AWP)