Aktien Europa: Schwächerer Börsenauftakt an Halloween

PARIS/LONDON (awp international) - Die Unsicherheit vor wichtigen geldpolitischen Entscheidungen und der US-Präsidentschaftswahl hat die Anleger an Europas wichtigsten Aktienmärkten am Montag in der Defensive gehalten. Vor allem die wieder entflammte E-Mail-Affäre um die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton lastete Händlern auf den Börsen. Die Unternehmensberichtssaison wird dagegen erst ab Dienstag wieder Fahrt aufnehmen.
31.10.2016 11:06

Der EuroStoxx 50 startete mit einem Minus von zuletzt 0,57 Prozent auf 3061,59 Punkte in die neue Woche. Den Handel am Freitag und auch die vergangene Woche hatte der Leitindex der Eurozone kaum verändert beendet. Für den Monat Oktober zeichnet sich damit ein Gewinn von rund 2 Prozent ab. Der französische CAC-40-Index verlor am Montagvormittag 0,74 Prozent auf 4514,87 Punkte. Für den britischen FTSE-100-Index ging es um 0,43 Prozent auf 6966,47 Punkte nach unten.

Mit der japanischen Notenbank (BoJ) am Dienstag, der US-Notenbank Fed am Mittwoch und der Bank of England (BoE) am Donnerstag stehen gleich drei Zentralbanksitzungen in dieser Woche auf der Agenda.

Auf Unternehmensebene sorgte eine Gerichtsentscheidung für starke Kursaufschläge bei Sika-Aktien. Zuletzt notierten die Papiere des Bauchemie-Unternehmens knapp 16 Prozent höher, nachdem sie kurz zuvor ein Rekordhoch von 4932 Franken erklommen hatten. Am Freitag waren Sika in der Spitze um fast 8 Prozent abgesackt.

Das Zuger Kantonsgericht hatte am Freitag dem Sika-Verwaltungsrat Recht gegeben, der seit über zwei Jahren den Verkauf der Kontrollmehrheit am Konzern an den französischen Bauriesen Saint-Gobain blockiert. Die Sika-Führung will nun den Gründererben vorschlagen, dass das Unternehmen selbst das Aktienpaket der Familie kauft. Damit soll der Übernahmestreit beendet werden./edh/zb

(AWP)