Aktien Europa: Schwächerer Wochenstart nach Vorwochengewinnen

Die europäischen Börsen sind am Montag ohne Schwung in die neue Woche gestartet. Im Laufe des Morgens schwankte der EuroStoxx 50 im kleinen Rahmen um seinen Schlusskurs vom Freitag. Zuletzt gab er aber um 0,24 Prozent auf 3336,71 Punkte nach. Die Marke von 3350 Punkten, über der der Leitindex der Eurozone zuletzt ein Hoch seit etwa zwei Wochen markiert hatte, erwies sich dabei weiter als hohe Hürde.
17.09.2018 11:42

Der Pariser Cac 40 stand am Montag sogar mit 0,38 Prozent und 5331,97 Punkten im roten Bereich. Auch der Londoner FTSE 100 verlor 0,32 Prozent auf 7281,03 Punkte.

Die Risikobereitschaft der Anleger wurde wie schon seit Monaten von den Sorgen um den schwelenden Zollstreit zwischen den USA und China gebremst. Die "Washington Post" vermeldete am Sonntag, US-Präsident Donald Trump wolle Importe im Wert von weiteren 200 Milliarden Dollar mit Sonderzöllen von zehn Prozent belegen. Am Markt wurde dies angesichts einer zuletzt signalisierten Gesprächsbereitschaft als Rückschlag gewertet. An den China-Börsen hatte sich daraufhin am Montag schon Verunsicherung breit gemacht.

Schwäche zeigten zu Wochenbeginn vor allem die Technologiewerte, deren Teilindex um 0,9 Prozent fiel. Schon am Freitagabend hatten sie in New York ihre jüngste Erholung unterbrochen, wie der leichter aus dem Handel gegangene Nasdaq 100 -Index zeigt. Vom Handelsstreit geprägt waren ausserdem die Autowerte schwach in den Handel gestartet, berappelte sich dann aber ein Stück weit. Der Auswahlindex schaffte zuletzt ein ausgeglichenes Ergebnis.

Ein überraschend hoher Quartalsumsatz liess am Montag in Stockholm die leidgeplagten Anleger von Hennes & Mauritz (H&M) aufatmen. Die Papiere des angeschlagenen schwedischen Textilhändlers setzen in Stockholm mit einem Kurssprung um 13 Prozent zur deutlichsten Erholungsrally seit Jahren an. Im dritten Quartal profitierte das Unternehmen von der schwachen schwedischen Krone, Marktanteilsgewinnen und gut laufender Räumungsverkäufe.

Im allgemein freundlichen Telekom-Sektor gehörten Vodafone in London mit 0,3 Prozent zu den Gewinnern. Börsianer verwiesen hier auf einen Bericht in der "Financial Times", wonach der künftige Vorstandschef Nick Read erwägt, den Schuldenstand des Telekomkonzerns durch den Verkauf von Mobilfunkmasten zu drücken. Wie es in dem Bericht heisst, sollen Banken deren Wert auf 12 Milliarden Euro geschätzt haben./tih/nas

(AWP)