Aktien Europa: Steigender Euro dämpft Börseneuphorie

Der wieder steigende Euro hat am Montag die leichte Aufwärtstendenz der meisten europäischen Börsen ausgebremst. Sie bewegten sich zuletzt kaum vom Fleck. Das Pfund hingegen blieb im Vergleich zum US-Dollar schwach. Eine starke Währung kann Export-Güter verteuern und auf die Aktien exportorientierter Unternehmen drücken.
07.08.2017 11:46

Der EuroStoxx 50 zeigte sich am späten Vormittag prozentual unverändert bei 3'507,34 Punkten. Am Freitag noch war er nach starken US-Arbeitsmarktdaten um etwas mehr als 1 Prozent gestiegen.

Der CAC-40 in Paris gewann zuletzt 0,20 Prozent auf 5'214,18 Zähler und wurde dabei vor allem von den Kursgewinnen der Stahlaktie ArcelorMittal angetrieben. Für den britischen FTSE 100 ging es um 0,16 Prozent auf 7'524,02 Punkte nach oben.

Erneut stehen die Währungsentwicklungen im Fokus der Märkte. Nachdem der Dollar mit einem sehr deutlichen Anstieg auf die überwiegend positiv ausgefallenen Jobdaten aus den Vereinigten Staaten reagiert und damit den Euro unter Druck gebracht hatte, setzte die europäische Gemeinschaftswährung nun zu einer leichten Gegenbewegung an. Nachdem sie am Freitag noch unter 1,18 Dollar gesunken war, stieg sie zeitweise am Morgen bis auf 1,1814 Dollar. Zuletzt sank sie wieder auf 1,1791 Dollar.

Die aktuellen Konjunkturdaten aus dem Euroraum bewegten indes kaum. Die Anlegerstimmung hat sich im August das zweite Mal in Folge eingetrübt, allerdings von einem hohen Niveau aus. Auch nach den jüngsten Rückgängen bewegt sich der entsprechende Indikator weiterhin nahe seines zehnjährigen Höchststandes.

Unter den Branchen Europas stachen die Metall- und Minenwerte hervor mit einem Plus von 1,13 Prozent. Chefanalyst Mike van Dulken von Accendo Markets verwies auf die Rally der Eisenerz-Preise wegen Sorgen über das Angebot an Eisenerz im Winter. Das trieb neben ArcelorMittal, die um 3,3 Prozent stiegen, unter anderem auch die Aktien der in London notierten Bergbauwerte hoch. Rio Tinto und BHP Billiton stiegen um 1,4 Prozent bzw. 1,6 Prozent. Glencore gewannen 1,9 Prozent und Anglo American an der "Footsie"-Spitze um 2,2 Prozent.

Die Papiere des Wettanbieters Paddy Power Betfair hingegen büssten in London 6,1 Prozent ein. Sie litten vor allem darunter, dass der Chef Breon Corcoran durch Worldpay-Chef Peter Jackson ersetzt wird.

ck/das

(AWP)