Aktien Europa: Verluste zum Wochenschluss - Aber kräftige Quartalsgewinne

Am Ende eines starken Auftaktquartals haben dem EuroStoxx 50 am Freitag die Impulse für weitere Kursgewinne gefehlt. Vom höchsten Niveau seit Dezember 2015 aus fiel der Leitindex der Eurozone am späten Vormittag um 0,38 Prozent auf 3'468,31 Punkte. Nach zuletzt drei freundlichen Handelstagen steuert er aber immer noch auf einen Wochengewinn von knapp 0,8 Prozent zu. Seit Jahresbeginn hat er bis dato mit Rückenwind der Trump-Rally sogar rund 5,5 Prozent gewonnen. Den Löwenanteil davon fuhr er mit etwa 4,5 Prozent im März ein.
31.03.2017 11:16

In Paris gab der CAC-40 in am Freitag um 0,41 Prozent auf 5'068,62 Punkte nach. Vivendi waren mit einem Plus von gut 1 Prozent der grösste Gewinner unter den französischen Standardwerten. Am Ende des Leitindex ging es für die Aktien des Telekomkonzerns Orange um 1,5 Prozent abwärts. Beide waren damit auch im EuroStoxx die am meisten bewegten Aktien.

Der Londoner Leitindex FTSE 100 notierte zu Wochenschluss mit einem halben Prozent im Minus bei 7'330,78 Punkten. Im Schatten des Brexit hinkt er dem Marktumfeld im ersten Quartal mit einem Anstieg um bisher 2,6 Prozent etwas hinterher. Am Freitag wurde der Leitindex vor allem von schwachen Minenwerten belastet, die sich am Indexende versammelten. Anglo American etwa büssten 3,5 Prozent ein.

Im europaweiten Branchentableau waren es denn auch die Rohstoffwerte, die mit einem Kursrutsch von 1,70 Prozent bei ihrem Teilindex Stoxx 600 Basic Resources das Schlusslicht waren. Über kleine Kursgewinne konnten sich dagegen die Anleger in den Versorger- und Immobiliensektoren freuen.

Die Aktien von Old Mutual fielen in London um 6 Prozent. Händler verwiesen auf Medienberichte, denen zufolge Südafrikas Präsident Jacob Zuma neun Minister aus seinem Kabinett entlassen hat - darunter den beliebten Finanzminister Pravin Gordhan. Die Old Mutual-Aktien sind neben London auch in Südafrika gelistet.

Führend unter den britischen Standardwerten waren derweil die Aktien des Direktversicherers Direct Line . Sie gewannen nach einer Kaufempfehlung der britischen Bank HSBC mehr als 3 Prozent. Analyst Dhruv Gahlau verwies in seiner Studie auf eine zuletzt schwache Kursentwicklung, komfortable Bilanzzahlen und eine attraktive Dividende./tih/mis

(AWP)