Aktien Europa: Wenig Bewegung vor Aussagen der US-Notenbank zur Geldpolitik

Am Tag wichtiger geldpolitischer Entscheidungen in den USA haben sich Europas Anleger nicht allzu weit aus dem Fenster gelehnt. Die wichtigsten Aktienindizes pendelten am Mittwoch um ihren Schlusskurs vom Vortag.
20.09.2017 12:06

Die US-Notenbank Fed wird voraussichtlich an diesem Mittwoch den Startschuss für den Abbau ihrer riesigen Bilanz geben. Für die Finanzmärkte sollten jedoch Hinweise auf die weitere Geldpolitik wichtiger sein. Vor allem die Frage, ob es im Dezember zu einer weiteren Leitzinserhöhung kommt, steht im Fokus.

Der Euro-Stoxx-50 bewegte sich mit minus 0,04 Prozent auf 3529,94 Punkte kaum vom Fleck. Für den CAC-40-Index ging es um 0,13 Prozent auf 5244,24 Punkte nach oben.

Beim FTSE 100 stand ein Minus von 0,06 Prozent auf 7270,85 Punkte zu Buche. Der britische Einzelhandel hatte zwar im August weiter Fahrt aufgenommen. Dies stärkte jedoch das Pfund, was wiederum den Londoner Aktienmarkt etwas belastete. Eine feste Landeswährung kann auf die Gewinne der stark exportorientierten Unternehmen drücken.

Unter den Branchen in Europa hatten Telekomwerte mit plus 0,42 Prozent die Nase vorn. Ein Bericht des TV-Senders "CNBC" über die Fusionsgespräche zwischen dem US-Konzern Sprint und der Telekom-Tochter T-Mobile US hatte die Phantasie der Börsianer beflügelt. Am anderen Ende der Sektorübersicht fielen Bankaktien um 0,34 Prozent.

Im Fokus stand zudem die Versorgerbranche , die um 0,17 Prozent zulegte. Der finnische Versorger Fortum treibt Kreisen zufolge seine Übernahmepläne für die Eon-Kraftwerksbeteiligung Uniper mit Hochdruck voran. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtete, könnte Fortum noch in dieser Woche eine Offerte für Uniper öffentlich ankündigen. Die Fortum-Papiere zogen in Helsinki zuletzt um rund 3 Prozent an, bevor sie vom Handel ausgesetzt wurden. Uniper-Aktien lagen fast 3 Prozent im Plus.

Schlusslicht im EuroStoxx waren die Aktien von Inditex mit einem Minus von knapp 2 Prozent. Die Zara-Mutter wächst zwar weiterhin kräftig dank der Eröffnung neuer Läden. Allerdings blieb der Gewinn im ersten Halbjahr hinter den Erwartungen der Analysten zurück.

An der "Footsie"-Spitze schnellten die Anteilsscheine von Kingfisher um mehr als 5 Prozent in die Höhe. Bei dem mitten im Umbau steckenden Baumarktkonzern fiel der Gewinnrückgang im ersten Halbjahr nicht so stark aus wie befürchtet./la/das

(AWP)