Aktien Frankfurt: Anleger sind erleichtert nach Wirtschaftsdaten aus China

FRANKFURT (awp international) - Ermutigende Wirtschaftsdaten aus China haben dem deutschen Aktienmarkt am Freitag Rückenwind gegeben. Der Dax stieg um 1,62 Prozent auf 10 582,28 Punkte. Für die Woche zeichnet sich damit wieder ein Gewinn ab.
14.10.2016 15:08

Mit Blick auf das übergeordnete Bild hängt der deutschen Leitindex aber weiterhin in der Spanne von etwa 10 200 bis 10 800 Punkten fest, in der er seit August pendelt. Anleger erhoffen sich von der Quartalsberichtssaison der Unternehmen frische Impulse.

Zuletzt war der Aktienmarkt von Chinas Wirtschaft bewegt worden: Die am Vortag nach schwachen Exportdaten aufgeflammten Sorgen über den wichtigen Handelspartner wichen am Freitag nach unerwartet guten Daten zu den Erzeuger- und Verbraucherpreisen.

Auch am breiteren Markt ging es am Freitag wieder aufwärts: Der Index der mittelgrossen Unternehmen MDax legte um 1,22 Prozent auf 21 345,47 Zähler zu. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es auch wegen starker Kursverluste der Aktien der Software AG um moderatere 0,44 Prozent auf 1778,90 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 kletterte um 1,80 Prozent.

EINIGUNG ZU ATOM-ALTLASTEN WOMÖGLICH GÜNSTIGER ALS BEFÜRCHTET

Die Aktien der Energiekonzerne RWE und Eon profitierten von der Hoffnung auf günstigere Konditionen für die Beseitigung der Atom-Altlasten. Grund war ein bekannt gewordener Gesetzentwurf. RWE-Anteile rückten um mehr als 5 Prozent vor. Eon-Aktien stiegen um mehr als 3 Prozent

Anders als tags zuvor waren zudem Bankenwerte europaweit gefragt. Hierzulande legten die Papiere der Commerzbank um rund zweieinhalb Prozent zu. Die Anteilsscheine der Deutschen Bank gewannen mehr als 3 Prozent. Unterstützung lieferten gute Geschäftszahlen der US-Banken JPMorgan und Citigroup .

Bei den Aktionären der Software AG sorgte derweil ein unerwartet schwaches drittes Jahresviertel für Ernüchterung. Für die Papiere ging es um knapp 8 Prozent nach unten. Allerdings hatten sie in den vergangenen Monaten stark zugelegt.

UMSTUFUNGEN BEWEGEN HUGO BOSS UND STADA

Ansonsten bewegten Analystenkommentare: Die Anteilsscheine des Arzneimittelherstellers Stada fielen nach einer Abstufung auf "Reduce" durch die Commerzbank um 1 Prozent. Die Aktien des Modekonzerns Hugo Boss profitierten hingegen von einer Kaufempfehlung der Commerzbank und verteuerten sich um rund dreieinhalb Prozent./mis/das

(AWP)