Aktien Frankfurt Ausblick: Konjunktursorgen ziehen Dax abermals runter

Nach seiner Zwischenerholung am Vortag dürfte der Dax am Freitag abermals unter Druck geraten. Der X-Dax signalisierte für den deutschen Leitindex rund eine Stunde vor dem Start ein Minus von etwa 1 Prozent auf 11 194 Punkte. Der Eurostoxx steuert gemessen an seinem Future auf einen ähnlich hohen Verlust zu.
26.10.2018 08:20

Am Vortag hatte EZB-Präsident Mario Draghi mit beruhigenden Worten zur italienischen Schuldenkrise die Anleger noch vorübergehend zuversichtlich gestimmt. In Asien gab es am Freitag allerdings erneut Kursabschläge und die Indikation auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial seit Xetra-Schluss ist ebenfalls negativ. Dazu trugen nachbörslich vorgelegt enttäuschende Resultate und Ausblicke der US-Tech-Riesen Amazon und Alphabet bei.

Laut der Landesbank Helaba bleibt die Risikoaversion der Anleger hoch. Analyst Christian Schmidt verwies dabei auf den V-DAX als Gradmesser, der derzeit auf dem höchsten Niveau seit dem Frühjahr notiere. Damals begann der Handelsstreit zwischen den USA und China allmählich hochzukochen. An den bekannten Belastungsfaktoren - neben dem Handelsstreit auch Themen wie die Italien-Schuldenfrage oder die Sorge vor steigenden Zinsen hat sich laut Schmidt nichts geändert.

Im Dax steht zum Wochenausklang BASF mit Quartalszahlen im Fokus. Integrations- und Umbaukosten haben beim Chemiekonzern im dritten Quartal die Ergebnisse stark belastet. Börsianer sprachen in ersten Reaktionen von einem sehr schwachen Ergebnis der Ludwigshafener. Die Aktie fiel vorbörslich um etwa 0,7 Prozent.

Die Aktien von FMC dagegen sind mit einem vorbörslich moderaten Aufschlag eine positive Ausnahme im Dax. Analyst Ian Douglas-Pennant von der UBS sieht nach den Eckdaten des Dialysespezialisten eine gute Kaufchance gekommen. Die Aktie preise mit ihrer tiefsten Bewertung der vergangenen Jahre ein zu niedriges Margenniveau ein.

Unter den Nebenwerten sackte Washtec nach der Vorlage von Zahlen für das dritte Quartal vorbörslich um 10 Prozent gegenüber dem Xetra-Schlusskurs ab./tih/mis

(AWP)